Mitarbeiter des Bauhofs haben alle Hände voll zu tun – Wenige Verkehrsunfälle

Räumfahrzeuge im Dauereinsatz

Ein Schmalspurschlepper mit Räumschild in der Flechtdorfer Straße: Sieben Fahrzeuge, unterstützt von den Fußtrupps, waren in der Kernstadt im Dauereinsatz.
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Ein Schmalspurschlepper mit Räumschild in der Flechtdorfer Straße: Sieben Fahrzeuge, unterstützt von den Fußtrupps, waren in der Kernstadt im Dauereinsatz.

Bis auf einen Alleinunfall mit Blechschaden am Samstagabend bei Dehringhausen hat der starke Schneefall in der Nacht zu Sonntag zu keinen Verkehrsunfällen im Raum Korbach geführt.

Korbach - Wie die Korbacher Polizei am Sonntagvormittag mitteilte, waren nur sehr wenige mit dem Auto unterwegs. Wegen des Wochenend-Fahrverbots für Lkw und der coronabedingten Kontaktbeschränkungen gab es nur ein sehr geringes Verkehrsaufkommen.

„Alle Räumfahrzeuge sind seit 4.30 Uhr morgens im Dauereinsatz, in Kernstadt wie auch in den Korbacher Ortsteilen“, berichtet Bauhof-Leiter Friedhelm Schmidt. Den insgesamt 31 Mitarbeitern blieben nur kurze Aufwärmpausen, denn es hat den ganzen Sonntag weiter geschneit. Sieben Schneepflüge räumten in der Kernstadt die Straßen frei. Unterstützt wurden die Fahrer von den „Fußtrupps“, die sich mit fünf kleineren Schleppern und einem Dutzend Mitarbeiter um Fußgängerüberwege, Treppen und Haltestellen kümmerten. In den 14 Ortsteilen waren ebenfalls sieben Vertrags-Fahrzeuge im Einsatz, im Auftrag des Bauhofs den Winterdienst übernehmen. Den Streusalz-Verbrauch für das Wochenende gibt Schmidt mit rund 30 Tonnen an.

Sonntagabend ab 17 Uhr ging es dann in die nächste Schicht. Schließlich setzte ab heute früh wieder der „normale“ Berufsverkehr ein. Auch für den heutigen Montag bittet Schmidt, auf Autofahrten zu verzichten, wenn diese nicht unbedingt notwendig sind. Denn die Schneeauflage auf den Straßen sei spezieller Art: Die kalte Schneeschicht isoliere quasi den „warmen“ Untergrund. Dazwischen bilde sich eine gefährliche Eisschicht.

Besonders dringlich weist der Bauhof-Leiter auf die verbreitete Unsitte hin, beim Räumen des eigenes Grundstücks Schnee auf die Straße zu schippen, nach dem Motto: Der Schneepflug räumt es ja weg. Dies sei ausdrücklich verboten und könne als gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr geahndet werden.

Die massiven Schneefälle und Eisregen, die vor allem das nördliche Deutschland betreffen, sind auch im Frankenberger Land nicht so gravierend ausgefallen. Der Polizei wurden zwei Unfälle gemeldet. Bei Löhlbach war ein Auto in einen Graben gerutscht, aber nicht beschädigt worden. Zwischen Dodenhausen und Gemünden war gegen 6 Uhr ein Baum auf die Fahrbahn gefallen, den die Feuerwehr Gemünden entfernte.

Für die Straßenmeisterei Frankenberg, die für Bundes-, Landes-, und Kreisstraßen im Umkreis zuständig ist, war es laut Mitarbeiter Frank Frieß „ein ganz normaler Schneeeinsatz“.  tk

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