Laut Architekt Marc Matzken wird der Komplex aktuell 1,8 Prozent teurer

Rathaus-Neubau in Korbach: Kosten steigen geringfügig

Der Rathaus-Neubau in Korbach schreitet weiter voran: In den vergangenen Tagen wurden bereits Fenster in das Hauptgebäude eingesetzt.
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Der Rathaus-Neubau in Korbach schreitet weiter voran: In den vergangenen Tagen wurden bereits Fenster in das Hauptgebäude eingesetzt.

Korbach – Während in der Fußball-Bundesliga die Saison jetzt erst beginnt, ist auf der markantesten Baustelle in Korbach bereits Halbzeit. Darauf wies Marc Matzken von der ARGE agn heimspielarchitekten hin. Das Büro in Münster ist für die Realisierung des neuen, rund 20,5 Millionen teuren Rathauses in der Kreis- und Hansestadt verantwortlich. Der Plan ist, dass die Verwaltung im August/September 2021 in den Neubau einzieht.

Der Architekt machte bei seinem Bericht in der Stadtverordnetenversammlung zudem deutlich, dass es derzeit „effektiv eine Kostensteigerung um 1,8 Prozent gibt“. Aktuell seien bereits mehr als 80 Prozent der Auftragsarbeiten vergeben. Daher sei auch klar, wie sich die Kostenentwicklung momentan darstelle. „Der Wert kann sich aber noch verändern, weil eben noch nicht alle Arbeiten vergeben sind“, berichtete Matzken.

Der Architekt erklärte den Stadtverordneten auch, wie es zu der aus seiner Sicht letztlich minimalen Kostensteigerung gekommen sei. Hierbei blickte er auf den Planungsbeginn im Oktober 2018 zurück, als für den Rathausneubau auch eine Kostenberechnung erstellt worden sei. In den zurückliegenden Jahren habe es für das Rathaus-Projekt zunächst eine Gesamt-Kostensteigerung von 16,4 Prozent gegeben, was in der Baubranche normal sei. „Die Baupreise kennen seit Jahren nur noch eine Richtung – die nach oben. Wer selbst schon mal ein Haus gebaut hat, weiß, dass es am Ende teurer wird.“

Aus diesem Grund gebe es in der Bauwirtschaft einen so genannten Baukostensteigerungs-Index, der jährlich um knapp fünf Prozent nach oben gehe. „Diesen Index müssen wir für die zurückliegenden zwei Jahre natürlich jeweils auch berücksichtigen, wenn wir den Blick wieder auf das Korbacher Rathaus werfen“, erklärte Marc Matzken. Hinzu komme der in der Bauwirtschaft übliche Risikozuschlag. Unterm Strich schmelze die anfängliche Gesamtkosten-Steigerung von 16,4 Prozent auf derzeit 1,8 Prozent zusammen.

Der Architekt wies zudem auf den bislang ohne größeren Zeitverzug verlaufenden Baufortschritt hin. Er betonte, dass die Gebäudesilhouette nach der Errichtung der Giebel bereits wunderbar zu erkennen sei.

Nach und nach würden nun die Fenster eingesetzt. Matzken warf zudem den Blick auf das Nebengebäude und erinnerte daran, dass dort die Büroräume flexibel gestaltet werden könnten. „Der Baukörper ist hier als typischer Zweibund konzipiert und hat eine entsprechende Gebäudetiefe, so dass dort sehr wirtschaftlich Büroräume in unterschiedlichen Formen abgebildet werden können.“ Von Einzel-, über Doppel-, bis hin zu Kombi-Büros sei alles möglich. „Es gibt eine tragende Achse und ganz wenige Stützen. Außerdem hat jedes Fenster einen eigenen Öffnungsflügel, so dass dieses Gebäude jetzt und auch in Zukunft frei gestaltbar ist – auf jeden Fall länger als das Vorgängergebäude“, erklärte der Architekt.

Nebengebäude: Einzel-, Doppel-, oder sogar Kombi-Büros können in dem Komplex realisiert werden.

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