Grundsteinlegung mit Ministerin Hinz

Rathaus-Neubau in Korbach wächst in die Höhe

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Stück für Stück wächst das neue Korbacher Rathaus in der Altstadt in die Höhe.

Sie ist mit ihren zwei Kränen die mit Abstand auffälligste Baustelle in Korbach: An der Stechbahn wächst mit großem Tempo der Neubau des Rathauses in die Höhe.

Korbach – Und weil der Winter in diesem Jahr weitgehend ausfiel, sind die Arbeiten schon recht weit gediehen. Die offizielle Grundsteinlegung mit Ministerin Priska Hinz (Grüne) folgt am Mittwoch, 18. März.

Sturm „Sabine“ im Februar brachte einen Tag Schlechtwetter und damit die bislang einzige Verzögerung mit sich. Sonst liegen die Bauarbeiten im Plan. „Das Erdgeschoss des Nebengebäudes ist bereits ausbetoniert“, erläuterte Bauamtsleiter Stefan Bublak in der Stadtverordnetenversammlung. Aktuell seien Metallarbeiten mit einem Volumen von 1,8 Millionen Euro ausgeschrieben worden.

Der Rohbau soll im Juni 2020 fertiggestellt sein, wie Bublak mitteilte. „Danach haben wir ein Jahr Zeit für den Innenausbau“, sagte der Bauamtsleiter. Laut Plan soll das neue Gebäude im Sommer 2021 fertig sein.

Im Neubau wird recyceltes Material aus dem alten Rathaus verbaut. Im Blickpunkt stehen vor allem die Ziegel und der Beton. Diese sogenannten „mineralischen Abbruchmaterialien“ sind aufbereitet und im Beton wiederverwertet worden. „Einige Hundert Kubikmeter werden noch in den Fassadenplatten verarbeitet“, sagte Bublak. Die Ziegelstücke werden dort nach außen hin als dekoratives Element sichtbar.

Das Korbacher Projekt soll Schule machen: Im Auftrag des von Staatsministerin Priska Hinz geführten Hessischen Ministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz entsteht das Gutachten „Ressourcenschonendes Bauen am Beispiel Rathaus Korbach“. Anhand des Modellprojekts sollen die Möglichkeiten eines selektiven Rückbaus mit anschließendem ortsnahen Recycling der mineralischen Abbruchmaterialien und Wiedereinsatz für den Neubau untersucht und aufgezeigt werden.

Die Studie soll Grundlagen für die Entwicklung eines „Leitfadens für ressourcenschonendes Bauen im Land Hessen“ schaffen. Der Bau wird daher auch mit öffentlichen Mitteln gefördert.

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