Korbach

Regierungspräsidium legt Müllheizkraftwerk still

- Im Müllheizkraftwerk Korbach hat es am Mittwoch eine erneute Betriebsstörung gegeben. Das teilte das Regierungspräsidium (RP) Kassel am Donnerstag mit. Dabei seien Quecksilbergrenzwerte überschritten worden, so RP-Sprecher Michael Conrad. Die Behörde habe den großen Ersatzbrennstoffkessel der Anlage daraufhin stilllegen lassen. Die Dampfversorgung des Continental-Werks wird laut Betreiber MVV jetzt über die beiden mit Erdgas betriebenen Ersatzkessel sichergestellt.

Nachdem das Regierungspräsidium als Aufsichtsbehörde darüber informiert worden sei, dass es Überschreitungen beim Quecksilbergrenzwert gegeben habe, sei die MVV aufgefordert worden, die Anlage sofort stillzulegen, so Conrad. Der Grund für die erhöhten Quecksilberwerte ist laut RP noch nicht bekannt. Derzeit laufe gemeinsam mit Experten die Suche nach der Ursache, erklärte MVV-Sprecher Dirk Pohlmann.

Bis zum Mittwochabend war das Regierungspräsidium nach eigenen Angaben lediglich darüber informiert worden, dass es Probleme mit dem Messgerät für die Quecksilberwerte gebe. Darüber, dass die Quecksilberwerte tatsächlich überschritten wurden, habe die Aufsichtsbehörde erste am Donnerstag Auskunft erhalten, so der Sprecher.

Nachdem die Messeinrichtung erhöhte Quecksilberwerte im Abgas gemeldet habe, sei die Zufuhr von Brennstoff in den Kessel eingestellt und der Kessel auf Erdgasbetrieb umgestellt worden, erklärte indes Pohlmann. Anschließend sei der Kessel in Absprache mit dem Regierungspräsidium komplett heruntergefahren worden. Eine Gefährdung von Mensch und Natur sei zu keiner Zeit gegeben gewesen, betonte der MVV-Sprecher. (lb)

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