Vom 20. September bis 20. Oktober

Reihe zeigt Vielfalt: Interkulturelle Woche in Korbach

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Laden zur Interkulturellen Woche in Korbach ein: (von links) Muhammet Balkan, Imam Oguzhan Artslan, Dhivya Theivendrarajah, Lisa Sophie Müller, Angelika Goldkamp, Lydia Oswald, Dr. Jürgen Römer, Dekanin Eva Brinke-Kriebel.

Korbach. „Vielfalt verbindet“ ist das Motto der Interkulturellen Woche in Korbach. Die Reihe mit Festen, Lesungen, Vorträgen und Gottesdiensten bietet vom 20. September bis 20. Oktober reichlich Gelegenheit, die kulturelle und religiöse Vielfalt in der Stadt zu entdecken.

"Wir wollten die Woche nach dem Hessentag eigentlich in etwas kleinerem Rahmen als sonst veranstalten, aber die Ideen sprudeln“, sagt Lydia Oswald vom Projekt „Migration, Integration, Teilhabe“ (MIT) der Evangelischen Stadtkirchengemeinde. 

Ergebnis ist ein Paket mit elf Veranstaltungen. Wichtig ist Lydia Oswald dabei: „Wir haben nichts speziell nur für die Interkulturelle Woche entwickelt, alles ist aus den in Korbach vorhandenen Angeboten heraus entstanden.“

Aktion in der Fußgängerzone

Mit einer Aktion in der Fußgängerzone beginnt diesmal die Interkulturelle Woche am 20. September: An langen Tischen können die Passanten T-Shirts oder Plakate bemalen und anschließend mitnehmen. Begleitet wird die Aktion durch Auftritte unterschiedlicher Bands. „Wir wollen Menschen durch die Mitmachaktionen miteinander ins Gespräch bringen und dabei auf spielerische Weise Themen wie ‘offene Gesellschaft’ ansprechen“, erklärt Dr. Jürgen Römer vom Netzwerk für Toleranz des Landkreises.

Essen, Musik und Tanz

Feste Bestandteile der Veranstaltungsreihe sind der ökumenische Gottesdienst in der Nikolaikirche mit anschließendem Mittagsgebet der Moschee-Gemeinde im Bürgerhaus und dem Interkulturellem Fest mit Essen, Musik, Tanz und Vorträgen am Sonntag 23. September. Parallel dazu sind im Bürgerhaus in der Ausstellung „... und jetzt lebe ich hier ...“ Gemälde, Fotografien und Gedichte von Teilnehmern und Mitarbeitern der Sprachkurse für Flüchtlinge zu sehen, mit denen sie Themen, die sie beschäftigen, verarbeiten. „Kunst ist auch eine Art Sprache“, erklärt Dhivya Theivendrarajah von der Delta Waldeck-Frankenberg.

„Der religiöse Dialog ist wichtiger Bestandteil der Interkulturellen Woche“, sagt Dekanin Eva Brinke-Kriebel. „Wir diskutieren, können uns danach aber noch in die Augen schauen“, ergänzt Muhammet Balkan, Vorsitzender des Türkisch-Islamischen Kulturvereins.

So laden der Jude Armando Simon-Thielen, der Christ Dr. Siebo Siuts, der Moslem Muhammet Balkan und der Bahai Dr. Bernardo Fritzsche zur Podiumsdiskussion „Probleme mit der Gewalt in verschiedenen Religionen“ ein. „Wir haben lange überlegt, ob wir das Thema aufgreifen, weil es sehr heikel ist“, sagt Balkan.

Ergänzt wird das Programm der Interkulturellen Woche durch ein Seminar für Ausbilder, Lehrer, Trainer und andere Multiplikatoren.

Das Programm der Interkulturellen Woche in Korbach

  • 20. September: 11 bis 16 Uhr, Auftakt mit der Aktion „In Frieden miteinander leben“ in der Fußgängerzone. 
  • 21. September: „Generation Kundus - Der Krieg der anderen“. Treffen mit dem Regisseur und Journalisten Martin Gerner. (Ort und Uhrzeit noch offen). 
  • 23. September: 13 Uhr, Ökumenischer Gottesdienst in der Nikolaikirche. 14.15 Uhr, Mittagsgebet der Muslime im Bürgerhaus. 15 Uhr, Interkulturelles Fest und Ausstellung „... und jetzt lebe ich hier ...“ im Bürgerhaus. 
  • 24. September: 18.30 Uhr „Come Together“ und anschließend Vortrag und Podiumsdiskussion „Wo stehen wir als Vielfaltsgesellschaft?“ mit dem Autoren und Migrationsforscher Dr. Mark Terkessidis. 
  • 27. September: 18.30 Uhr, Filmabend „Can’t be silent“ im Ausbildungsrestaurant der Beruflichen Schulen. 
  • 3. Oktober: 12 bis 17 Uhr, Tag der offenen Tür in der Moschee, Gabelsberger Straße. 
  • 10. Oktober: 19 Uhr, Podiumsdiskussion „Probleme mit der Gewalt in verschiedenen Religionen.“ 
  • 11. Oktober: 17 Uhr, Multireligiöses Friedensgebet in der Moschee Korbach. 
  • 20. Oktober: 16 Uhr, Frauen-Café „Beautiful Time“ im Vereinshaus des Türkisch-Islamischen Kulturvereins.

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