Stadtzeltlager der Jugendwehren in Eppe mit gelungenen Spielen, Wettkämpfen und buntem Programm

Retten, löschen, bergen und schützen - Bildergalerie

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Die Unfallstelle sichern und Trümmer und Ladung aus dem Weg räumen, damit die Straße wieder befahrbar wird: die Nachwuchsbrandschützer bei der Arbeit.

Korbach-Eppe - Ein erlebnisreiches Wochenende verbrachten Korbachs Nachwuchsbrandschützer beim Stadtzeltlager. Die Organisatoren von der Jugendwehr Eppe hielten ein buntes Programm für die Kinder und Jugendlichen bereit.

Schon am Freitagabend herrscht reges Treiben auf dem Platz vor der Aartalhalle in Eppe. Knapp 150 Kinder und Jugendliche von den Jugendwehren aus Korbach, Rhena, Lengefeld, Lelbach und Eppe und die Nachwuchs-Sanitäter des Jugendrotkreuz reisten zum großen Stadtzeltlager an.

Stimmungsvolle Eröffnung

Nachdem alle Zelte aufgebaut und die Mannschaften zu den Wettkämpfen angemeldet waren, ging es los. Mit einer kleinen Dorfrallye durch Eppe, bei der es auch auf politisches Allgemeinwissen ankam, begann das Wochenende für die Jungen und Mädchen. Nach der Tour durch den Ort trafen sich alle jungen Brandschützer am Feuerwehrhaus. Von dort aus zogen sie dann in der Dämmerung mit Fackeln zum Sportplatz.

Der Samstagvormittag stand im Zeichen der Stadtpokalwettkämpfe der Gruppen und Staffeln (wir berichteten). Nachmittags füllte dann die Großübung, die in diesem Jahr einen neuen Charakter hatte. In Gruppen, nach Altersstufen gestaffelt, liefen sie insgesamt vier Stationen rund um Eppe ab und absolvierten kleinere Übungen.

„Brände“ und „Verletzte“

Los ging es am Fluss, wo - natürlich nur als Beispiel - ein Trecker Öl verlor und für diese Situation eine Ölsperre errichtet werden musste. Zur zweiten Station kämpften sich die Nachwuchs-Feuerwehrfrauen und -männer den Berg zur Schutzhütte hinauf. Die gemeldete Lage dort: ein Brand mit starker Rauchentwicklung. Da musste schnell gehandelt werden. Die Jugendlichen schlossen die Schläuche an, um den Brand zu löschen, was in diesem Fall hieß, die Brandscheiben mit einem gezielten Strahl zum Umfallen zu bringen. Bei der dritten Station erwartete sie ein Lkw, der bei einem Ausweichmanöver Ladung verloren haben soll, darunter auch Gefahrgut. Dieses galt es zu erkennen, die Unfallstelle zu sichern und die Straße wieder befahrbar zu machen. Die vierte und letzte Station befand sich einen Fußmarsch entfernt wieder im Ort. Die Lage hier: Ein Baum ist während eines Unwetters auf ein Toilettenhäuschen gestürzt, in dem sich noch Personen befanden. Hier mussten die jungen Brandschützer die Verletzten bergen, ihren Zustand einordnen und erste Hilfe leisten.

So kamen die Nachwuchsfeuerwehrler dem großen Leitspruch „Retten, löschen, bergen, schützen“ nach. Insgesamt barg diese neue Form der Großübung mehr Organisationsaufwand, der sich aber auch bezahlt machte, ist sich Anke Rupprath sicher. Sie war maßgeblich an der Gestaltung des Wochenendes beteiligt. Die Organisation lag bei der Jugendfeuerwehr Eppe, die dieses Jahr auf ihr 35-jähriges Bestehen zurückblickt.

Heitere Wettkämpfe

Für die Zwischenzeit gab es „Spiele ohne Grenzen“ zu absolvieren. In ihren Gruppen durchliefen die Jugendlichen zwölf kleine Spiele, wie „Von Fass zu Fass“, wo sie blind Wasser transportieren mussten oder „Ab durch das Blatt“, wo alle Gruppenmitglieder durch ein Loch in einem Din-A-3-Blatt kriechen mussten. Bevor die Sieger feierlich bekannt gegeben wurden, Goldhausen II und Rhena konnten triumphieren, trafen sich die Wehrführer zu einer Sitzung und aßen anschließend zusammen mit den Jugendlichen. Durch ihre Anwesenheit wollten die Erwachsenen zeigen, wie wichtig ihnen der Nachwuchs sei. „Ihr Mittun im Verein ist auch für die Zukunft sehr wichtig“ , so Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt.

Mit guter Stimmung und heiteren Wettkämpfen und viel Geselligkeit verging das diesjährige Stadtzeltlager fast wie im Flug.

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