82-jähriger Autofahrer verliert Orientierung

Riskantes Wendemanöver auf Korbacher Umgehung

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Mit seinem Mercedes setzte der ortsunkundige Fahrer auf der Korbacher Umgehung zum Abbiegen an und achtete nicht auf den fließenden Verkehr. Dadurch kam es zum Zusammenstoß mit einem Renault.

KORBACH. Ein ortsfremder Autofahrer, den auf der Korbacher Umgehungsstraße wohl die Orientierung verließ, setzte vom rechten Randstreifen aus zum Linksaabiegen an. Dabei achtete der 82 Jahre alte Mercedesfahrer nicht auf den nachfolgenden Verkehr und verursachte einen Zusammenstoß mit einem anderen Auto.

Der 82-Jährige war Polizeiangaben von Montag zufolge am späten Sonntagnachmittag mit seinem Daimler der B-Klasse auf dem Weg von Höxter nach Dillenburg. Gegen 17.20 Uhr befuhr er die Korbacher Umgehung B 251/B 252 in Richtung Dorfitter. Weil der Rentner aus Täferrot im Ostalbkreis (Baden-Württemberg) keine Ortskenntnis und kein Navigationsgerät hatte, hielt er in Höhe der Abfahrt nach Meineringhausen auf dem rechten Randstreifen der Umgehung an, um sich zu orientieren. Twingo übersehen Obwohl er geradeaus in Fahrtrichtung Marburg hätte weiterfahren müssen, um nach Dillenburg zu gelangen, setzte der Benzfahrer aus unbekannten Gründen zum Linksabbiegen in Richtung Meineringhausen/Kassel an. Dabei achtete er nicht auf den fließenden Verkehr und übersah den nachfolgenden Renault Twingo eines 50-Jährigen aus Marburg, der die Umgehung in Richtung Frankenberg befuhr. Es kam zum Zusammenstoß der beiden Autos, obwohl der Marburger dies noch mit einem Brems- und Ausweichmanöver zu verhindern versucht hatte. Der Benz des Unfallverursachers schleuderte herum und kam entgegen der ursprünglichen Fahrtrichtung am Straßenrand zum Stillstand. Der Twingo schleuderte nach dem Anstoß ebenfalls herum, geriet aber nach links und kam auf der aus Richtung Itter kommenden Abbiegespur nach Meineringhausen vor einer Verkehrsinsel zum Stehen. Der Renault blieb ebenfalls in entgegengesetzter Fahrtrichtung stehen. Beide Fahrer zogen sich bei der Kollision leichte Verletzungen zu. Eine zufällig auf die Unfallstelle zukommende RTW-Besatzung hielt an und kümmerte sich um die Männer. Der 82-Jährige wurde vorsorglich ins Krankenhaus gebracht, wo er die Nacht zur Beobachtung verbringen sollte. Angehörige wollten den 82-Jährigen am Montag abholen, hieß es. Bei dem 50-Jährigen war keine Behandlung in der Klinik notwendig, eine ambulante Versorgung reichte aus. An den beiden Fahrzeugen entstand ein geschätzter Gesamtschaden von etwa 10 000 Euro. Während sich der Daimler vermutlich noch reparieren lässt, entstand am Renault offenbar ein wirtschaftlicher Totalschaden. Ein Bergungsunternehmen schleppte die Autos ab. (112-magazin.de)

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