Ruhestand

Robert Gassner verabschiedet: Feierstunde für langjährigen Schulleiter der Alten Landesschule

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Glückwünsche und Geschenke: Schulleiter Robert Gassner (von links) wird von Schulamtsleiter Stefan Uhde in den Ruhestand verabschiedet.

Mit vielen Glückwünschen, Geschenken, Musik und einem Theaterstück hat die Alte Landesschule (ALS) gestern ihren Schulleiter verabschiedet: Fast 17 Jahre hatte Robert Gassner die Geschicke des Korbacher Gymnasiums geleitet, jetzt geht er in den Ruhestand.

Korbach – Zur Feierstunde in der Aula waren Gäste aus Verwaltung und Politik gekommen, eingeladen waren außerdem das Kollegium, Schüler- und Elternvertreter sowie die Leiter der umliegenden Schulen. Auch ehemalige Lehrer, darunter Gassners Vorgänger Karl-Heinz Keudel, verabschiedeten den Pädagogen in den Ruhstand. Begleitet wurde Gassner von seiner Mutter, seiner Frau sowie seinem ältesten Sohn mit Ehefrau und Kindern.

Gassner habe Maßstäbe gesetzt, sagte Schulamtsleiter Stefan Uhde. Er habe viel Energie darauf verwendet, die Schule zukunftsfähig zu machen und die Interessen des Gymnasiums mit Nachdruck vertreten. „Er identifiziert sich vorbehaltlos mit seiner Schule.“ Auch außerschulisch habe sich Gassner vielfältig engagiert. „Ich mache mir deshalb keine Sorgen, dass Sie in eine Ruhestandsdepression verfallen.“

„Wenn wir ehrlich sind, haben Sie nie etwas anderes gemacht als Alte Landesschule“, sagte Landrat Reinhard Kubat. Er bezeichnete Gassner als einen „unheimlich freundlichen Mann, der sehr wohl wusste, wohin die Reise für seine Schule gehen sollte.“ So habe Gassner die Digitalisierung des Unterrichts vorangetrieben.

Ein hohes Maß an Fachlichkeit und Empathie zeichne Gassner aus, sagte Bürgermeister Klaus Friedrich. Als Schulleiter habe er aber auch immer seine Meinung gesagt. Friedrich: „Sie haben der ALS gutgetan, wie auch die ALS Ihnen gutgetan hat.“

Barbara Pavlu von der Uplandschule in Willingen sprach stellvertretend für die Schulleiter im Landkreis. Gassner habe immer die richtigen, auch kritischen, Worte gefunden. „Sie werden eine große Lücke hinterlassen.“

„Ihnen war immer wichtig, dass die Schüler sich an der ALS wohlfühlen“, sagten Jennifer Müller und Dennis Boldt von der Schülervertretung. Auch bei schwierigen Themen habe es immer einen Kompromiss und ein Ergebnis gegeben, beschrieben beide die Zusammenarbeit der Schülervertretung mit der Schulleitung.

„Nur einen wönzigen Schlock“: Der Schulelternbeirat führt die Szene „Die alkoholische Gärung“ aus der „Feuerzangenbowle“ vor. 

Jürgen Damm vom Ehemaligenverein, dessen Vorsitzender Gassner ist, überreichte ein T-Shirt, das auf Gassners geplante Australien-Reise anspielte. Marion Weinreich, Vorsitzende der Elternvertretung, leitete ein Theaterstück auf der Bühne der Aula ein: Der Schulelternbeirat führte eine Szene aus der „Feuerzangenbowle“ vor.

Mit einem Lied verabschiedete sich Fachschaft Religion, die Fachschaft Chemie hatte einen Apfelbaum für Gassner im Gepäck. „Eine Ära geht zu Ende“, sagte Sybille Hoppmann vom Personalrat. Gassner sei nicht nur Schulleiter und Pädagoge gewesen, sondern auch Eventmanager, Finanzjongleur, Problemlöser, Tröster, Zirkusdirektor und vieles mehr. In der Zusammenarbeit mit dem Personalrat habe es aber auch Kontroversen gegeben, bei denen beide Seiten hart miteinander gerungen hätten.

Robert Gassner selbst blickte zum Schluss auf seine Amtszeit zurück und dankte seinen Mitstreitern. Er habe vieles anstoßen, aber auch bewährte Traditionen erhalten können. Er wünsche der ALS, dass sie sich zeitgemäß weiterentwickele und die Schulleitung die Aufgaben mutig anpacke.

Musikalisch untermalten Andreas Pauls (Klavier, Cello) sowie Melanie und Lea Pauls (beide Violine) die Feierstunde. Über Gassners Nachfolge ist indes noch nicht entschieden.

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