Stimmiger Auftritt der Musiker aus der Alten Landesschule 

Rock-AG zieht Publikum im Jugendhaus in ihren Bann

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„Don‘t look back in Anger“: Der Britpop-Klassiker von Oasis geriet zur musikalischen Aussage über die eigenen Schulzeit, die für etliche Mitglieder der Rock-AG bald zu Ende geht. Im Bild (von links) Tim Schens (Gitarre), Darius Ulrich (Bass), Johannes Ulrich (Gitarre), Anne-Maike Schultze und Elsa Henning; am Schlagzeug Max Göbel.

Korbach. Mit einer stimmigen Auswahl aus klassischem und Alternative-Rock, Nu Metal und Britpop erfreute die Rock-AG der Alten Landesschule die Zuhörer bei ihrem Auftritt im K 20 im Korbacher Jugendhaus.

Im Fokus standen dabei die Abiturienten, Schülerinnen und Schüler, die in den letzten Jahren bei Lehrerhitparade, Hausmusikabend und Sommerkonzerten den Ton angegeben hatten. An den Lead-Vocals wechselten sich Anne-Maike Schultze und Elsa Henning ab, die im Verlauf des Abends auch munter die Instrumente tauschten. Die einzige männliche Stimme des Abends war Julius Nolte, der für „Africa“ von Toto ans Mikro trat – den lichtesten musikalischen Moment im eher düster-aggressiven Programm der „angry young girls“, die sich mit einer rauhen Version „Radioactive“ von den Imagine Dragons warm spielten.

„Kryptonite“ macht Superman schwach – der gleichnamige Song von Three Doors Down erwies sich aber als ideale Grundlage für einen starken Auftritt von Anne-Maike Schultze, die mehrere Dimensionen von Dunkelheit in ihrer Stimme hatte und bei „Surrender“ von Billy Talent den wütenden, kämpferischen Part übernahm, während Elsa Henning in gelassenem Tonfall unablässig die Aufforderung doch aufzugeben wiederholte. Im Sommer hatten die beiden Sängerinnen ein Konzert der Alternative-Rock-Band besucht und sich auch für die eigene Version von „Fallen Leaves“ inspirieren lassen.

„Africa“: Den Klassiker von Toto sang Julius Nolte.

Linkin’ Park waren mit „Numb“, „Narcotic“ und „I put my trust in you“ gleich drei mal auf der Setlist vertreten und bot Tim Schens gute Gelegenheiten für starke Auftritte an der Lead-Gitarre. Aufgrund des starken Raps der in allen Stilen sattelfesten Anne-Maike hinterließ der letzte der drei Titel der erfolgreichsten Band des 21. Jahrhunderts den nachhaltigsten Eindruck in Sachen Nu Metal.

Ältestes Stück im Programm war „Cold as Ice“ von Foreigner, das in ganz großer Besetzung über die Bühne ging. Elsa Henning wandelte dabei auf den Spuren von Adrenalin-Rocker Lou Gramm und Johannes Ulrich setzte mit seinem Solo an der Gitarre Akzente. Den Gänsehaut-Moment markierte der Einsatz der Kinderstimme von Lukas Koch beim Refrain. Das jüngste Mitglied der Rock-AG hatte zuvor noch bei Narcotic am Schlagzeug gewirbelt. Für das Cheap-Trick-Cover „I want you to want me“ maximierte Elsa Hofer an der Gitarre die Girl-Power; Lysander Bangert leistete durchweg solide Arbeit an den Keyboards.

Freunde und Eltern erwiesen sich auch beim anschließenden Auftritt von „Plan B“ als gutes Publikum und ließen sich gern von atmosphärischen Klängen der Korbacher Alternative-Rock-Band in den Bann ziehen.

Von Armin Hennig

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