Schlossparkfest mit Musik, Unterhaltung und Wettbewerb

Rosemarie Mees backt den leckersten Kuchen

Vöhl - Wer braucht schon „DSDS“ wo es doch „VSDBK“ gibt? Mag Deutschland den Superstar suchen, die Vöhler bevorzugen ihren eigenen Wettbewerb.

Und so hieß es beim Schlossparkfest am Sonntag zum dritten Mal: „Vöhl sucht die beste Kuchenbäckerin“. Ortsvorsteher Karl-Heinz Stadtler kürte am Nachmittag die Siegerin: Der Himbeer-Sahne-Kuchen von Rosemarie Mees bekam von der Jury die meisten Punkte. Acht fachkundige Bäckerinnen hatten am Mittag ihre Kuchen abgegeben. Die Jury aus Birgit Stappert, Christa Heidel, Christa Möbus, Ingrid Fölsch und Ortsvorsteher Axel Großmann aus Dorfitter bewertete das Aussehen und den Geschmack und vergab Punkte von eins bis acht. Das Backwerk von Rosemarie Mees kam auf 60 Punkte. Der Apfel-Holunder-Kuchen von Barbara Urmoneit erreichte knapp dahinter 57 Punkte, das bedeutete Platz zwei. Und der Pfirsich-Maracuja-Kuchen von Barbara Stadtler erhielt 51 Punkte, damit ist die Frau des Ortsvorstehers die Drittplatzierte. Der süße Wettstreit war ein Höhepunkt des Schlossparkfestes, das inzwischen am letzten August-Wochenende gefeiert wird. Dazu laden alle Vereine und der Ortsbeirat ein. Schon seit schätzungsweise 20 Jahren gebe es das Fest, erklärte Stadtler. Die ersten Jahre wurde Ende Juli gefeiert, vor zwei Jahren wurde der Termin verlegt. Begonnen hatte das Fest am Samstagabend mit einer Disco-Party. Discjockey Oliver Fleck gelang es wieder, den Geschmack des Publikums mit seiner Musikauswahl zu treffen und für gute Laune zu sorgen. Überwiegend Ältere feierten mit, sie freuten sich über einige unverwüstliche Oldies. Zum zweiten Mal trat bei Anbruch der Dunkelheit das Korbacher Duo „Passion of Fire“ auf. Thorsten Hesse und Nico Rönnicke begeisterten mit ihrer Feuerjonglage. Auch diesmal kamen die beiden mit ihrer Show so gut an, dass die Vöhler sie gleich fürs Schlossparkfest im nächsten Jahr verpflichtet haben. Nicht fehlen durfte die „Samstagabend-Cocktailbar“ des Reit- und Fahrvereins. Und auch das Wetter hielt sich trotz der dichten Wolken: Erst gegen Mitternacht fielen die Tropfen. Doch zum Festgottesdienst im Freien am Sonntagmorgen war es schon wieder trocken. Da Pfarrer Jan Friedrich Eisenberg noch in Elternzeit ist, hielt Pfarrerin Emilie Weinreich die Predigt. Die gebürtige Vöhlerin ist seit ein paar Monaten für den Pfarrbezirk Frankenberg und Schreufa zuständig, sie freute sich, einmal in ihrem Heimatdorf wirken zu dürfen. Mitgestaltet wurde der Gottesdienst vom Vöhler Posaunenchor unter Leitung von Karl Müller. Die Bläser gaben in der Mittagszeit zudem ein Platzkonzert, mit dem sie Einblicke in ihr breites Repertoire gaben. Müller führte die Gäste humorvoll in die Kunst ein, den Instrumenten auch die richtigen Töne zu entlocken. Am Nachmittag informierte Gerhard Henkel über die biologisch-dynamische Landwirtschaft nach dem „Demeter“-Prinzip. Die Sportfischergemeinschaft zeigte, wie fachgerecht Fische gefangen werden. Neben Kaffee und Kuchen vom Buffet gab es auch Grillspeisen und kühle Getränke.Das Fest dient auch dazu, den Zusammenhalt im Dorf zu festigen. Und es bot am Samstag die Gelegenheit, um ein großes Vorhaben zu besprechen: Die Vöhler beschlossen, 2019 wieder ein Dorfjubiläum zu feiern, 875 Jahre nach der Ersterwähnung. „Die Vereine wollen alle mitmachen“, erklärt Stadtler. Mit dieser positiven Rückmeldung im Rücken wollen die Vorstände im Dorf um Mitstreiter werben. „Die Zusammenarbeit klappt gut.“ Der Erlös des Festes ist für Verschönerungsarbeiten im Dorf vorgesehen. Von Dr. Karl Schilling

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