Vöhl

Rückblick auf 20 Jahre neues Forsten

- Vöhl-Asel (den). Vöhl-Asel. Wer immer nur im stillen Kämmerlein für sich arbeitet, geht irgendwann nur noch mit Scheuklappen durchs Leben. Das könnte sich Eberhard Leicht, Forstamtsleiter in Vöhl, gedacht haben. Deshalb lud er am Wochenende drei Experten aus Belgien, Luxemburg und Süddeutschland ein.

Gemeinsam erforschten sie vom Wanderparkplatz „Strieder Eiche“ in der Aseler Bucht aus die biologische Vielfalt in Richtung Basdorf und Kahle Haardt; thematisch passend besichtigten sie auch den Europahain des Forstamtes. Mit dem Auto setzten sie ihre Exkursion anschließend fort. „Wir sind schon viel in Vorleistung gegangen“, berichtete Leicht seinen Amtskollegen stolz. 20 Jahre sei es inzwischen her, dass die ersten Maßnahmen zur Neugestaltung des Waldes umgesetzt worden seien. Die überall gepflanzten Nadelbäume verschwanden nach und nach. An deren Stelle wachsen nun Buchen, Eichen und Edellaubbäume in die Höhe. „Die Vielfalt und die Abwechslung nimmt hier jeder, egal ob Experte oder Laie, sinnlich wahr“, freute sich Leicht. „An den Ederseesteilhängen blühen Pfingstnelken. In dieser Gegend haben wir über 1000 waldgebundene Käferarten“, schwärmte er. Die ausländischen Gäste fragten interessiert nach und erzählten von der Praxis aus ihrem Heimatland. Am luxemburgischen „Lac de la Haute-Sûre“ herrschten ähnliche Bedingungen wie auf dem Urwaldsteig, berichtete André Schiltz. Ein Gegenbesuch in nächster Zeit steht deshalb bereits in Leichts Terminkalender.„EU-weit sind bereits 17 Prozent der Landfläche als Natura-2000-Gebiete ausgewiesen“, warf Kommissionsmitarbeiter Flies aus Brüssel ein. „Ihr könntet daran arbeiten, bei einem Kongress eure Region vorzustellen, denn uns fehlen noch gute Beispiele“, regte Flies an.

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