Vöhl-Herzhausen

Runden laufen für schöneren Schulhof

+

- Herzhausen (tt). Beim Sponsorenlauf an der Ederseeschule haben gestern Schüler für einen guten Zweck geschwitzt. Initiator war Karl-Heinz Kraft. Um das Schulgelände aufzuwerten, hat der Lehrer in den vergangenen acht Jahren viel Zeit investiert.

Rund 430 Schüler nahmen am Freitag bei besten Wetterbedingungen – viel Sonne und strahlend blauem Himmel – die Beine in die Hand, um in 20 Minuten so viele Runden wie möglich auf dem Schulgelände zu drehen. Denn von den Schülern zuvor ausgewählte Sponsoren bezahlten jede geschaffte Runde nach eigenem Ermessen – in der Regel zwischen 50 Cent und fünf Euro.

„Sponsoren sind meist die Eltern oder Großeltern, teilweise aber auch Unternehmen“, verriet Lehrer Karl-Heinz Kraft. Beim zweiten Sponsorenlauf innerhalb von zehn Jahren nahmen alle Schulklassen der Ederseeschule teil: von den Erstklässlern der Grundschule bis zu den Abschlussklassen der Haupt- und Realschule. Die Einnahmen werden komplett in die Verschönerung des Schulgeländes investiert.

Eigens um das Gelände aufzuwerten, hatte Sport- und Biologielehrer Karl-Heinz Kraft 2003 die „Arbeitsgruppe Schulhofgestaltung“ gegründet. In dieser planen Eltern, Lehrer und Schüler bis heute gemeinsam die Umgestaltung des Schulhofs. Dazu entwickelten sie 
ein Gesamtkonzept, das seit 2005 in verschiedenen Arbeitsschritten nach und nach umgesetzt wird.

Da passt es ganz gut, dass Karl-Heinz Kraft an sein Lehramtsstudium eine Schreinerlehre angeschlossen hatte. Denn alle Arbeiten führte der handwerklich begabte Pädagoge zusammen mit den Mitgliedern der Arbeitsgruppe selbstständig durch. Von den Einnahmen des Sponsorenlaufs sollen an einem Hang Kletter- und Sitzmöglichkeiten entstehen. Zudem ist eine Schlange aus Beton geplant. Die einzelnen Elemente sollen dann von den jeweiligen Abschlussklassen bearbeitet werden, so dass eine Art Freilicht-Schulchronik entsteht. Schon fertig sind eine Schulhofüberdachung, eine Natursteintreppe und Spielmöglichkeiten für die Grundschulkinder.

Mehr lesen Sie in der WLZ vom Samstag, 3. September.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare