MGV Giebringhausen feiert 125-jähriges Bestehen mit Festkonzert

Sängerverein mit langer Tradition

Giebringhausen - Er ist der älteste Verein im Ort und seine Mitglieder sind stolz auf dieses Prädikat: Sein 125-jähriges Bestehen feiert der Männergesangverein Giebringhausen am 18. April mit einem Festkonzert.

Mut und Idealismus brachten die Männer mit, die 1890 beschlossen, den Männergesangverein in Giebringhausen zu gründen. Ihr Ziel war damals, das Liedgut ihrer Heimat zu pflegen und an künftige Generationen weiterzugeben – und mit den Jahren wuchs der MGV zu einem Traditionsverein heran. Der Lehrer Justus Weller war der erste Chorleiter. Da die Aufzeichnungen zunächst lückenhaft waren, kann die Arbeit der ersten Jahre nicht genau verfolgt werden. Doch festgehalten wurde, dass die Giebringhäuser Sänger 1898 ihre erste Fahne anschafften. Bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs standen stets die Dorflehrer dem Männergesangverein vor. Als einer der ersten Chöre im Waldecker Land nahmen die Giebringhäuser im Winter 1947/48 die Proben nach dem Krieg wieder auf; das erste Sängerfest feierten sie wieder im Sommer 1948. VDas 60-jährige Bestehen ihres Vereins feierten die Giebringhäuser Sänger 1950 mit einem Stiftungsfest. Dem Waldeckischen Sängerbund, der 1949 gegründet wurde, traten sie zwei Jahre später bei und ab Mitte der 50er-Jahre häuften sich vor allem in den Sommermonaten die Festveranstaltungen, bei denen der MGV Giebringhausen auftrat. Zum Bezirkssängerfest des Bezirks Rhene-Diemel luden die Giebringhäuser erstmals im Jahr 1957 ein. Im Jahr 1961 wurden für den MGV Weichen gestellt, als Lothar Lamm, Leiter des MGV Ottlar, den Dirigentenstab übernahm und seitdem beide Chöre musikalisch leitete. 1965 schlossen sich die zwei Chöre zur Chorgemeinschaft Ottlar/Giebringhausen zusammen – 2013 feierten sie ihr 50-jähriges Bestehen mit einem Festkonzert. 1990 feierten die Giebringhäuser das 100-jährige Bestehen ihres Vereins mit einem großen Jubiläums- und Bezirkssängerfest samt Festzug und Fahnenweihe. 2006 verabschiedeten Giebringhäuser und Ottlarer ihren langjährigen Chorleiter Lothar Lamm und begrüßten den Sohn seines Vetters, Christoph Lamm (Rattlar), als neuen Dirigenten. Nach seinem Weggang standen sie zunächst ohne Dirigent da, außerdem herrschte ein Mangel an Sängern. Daher setzten sich die Vorsitzenden umliegender Chöre zusammen und beschlossen im Januar 2014 die Bildung einer Chorgemeinschaft mit den Männergesangvereinen aus Giebringhausen, Heringhausen, Ottlar und Stormbruch – wobei alle Chöre noch eigenständig sind, erklärt Alfred Diener, der seit vielen Jahren dem MGV Giebringhausen vorsitzt. Dirigiert werden die Sänger von Jens Kreten. Übereinstimmend waren die Vorsitzenden der Ansicht, dass die Bildung der Chorgemeinschaft „Diemeltal“ der richtige Schritt zum richtigen Zeitpunkt war, um den Chorgesang in den vier Dörfern für die nächsten vier Jahre zu erhalten. Zusammen treten die rund 50 Sänger seitdem erfolgreich auf.Zu dem Konzert am 18. April sind alle Chorfreunde herzlich eingeladen. Von Marianne Dämmer

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