Förderverein sammelt weiter Spenden

Sanierung auf der Zielgeraden: „Tag der Baustelle“ in der Korbacher Nikolaikirche am 23. Oktober

Wirkt deutlich heller und freundlicher: die sanierte Nikolaikirche in Korbach.
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Wirkt deutlich heller und freundlicher: die sanierte Nikolaikirche in Korbach.

Der Fußboden in der Korbacher Nikolaikirche ist verlegt, die Heizung eingebaut und die Wände sind gestrichen: „Wir sind auf der Zielgeraden“, sagt Pfarrer Steffen Blum.

Korbach – Seit Februar 2020 wird die Nikolaikirche saniert, beim „Baustellentag“ am Samstag, 23. Oktober, können sich die Korbacher schon mal einen Eindruck davon machen, was in den vergangenen Monaten geschafft worden ist. Ungewohnt hell und freundlich wirkt die Kirche, selbst bei dem dämmrigen Herbstlicht, das durch die Fenster dringt. Auch die wieder eingebauten Kirchenbänke sind heller als früher: „Das Holz ist abgelaugt worden“, erklärt Pfarrer Steffen Blum. Nur die Empore hat noch ihre alte, taubenblaue Farbe. „Möglicherweise wird sie erst in einem weiteren Bauabschnitt gestrichen“, sagt Blum. Das Problem: Der Kostenrahmen ist fast ausgereizt.

Neben der Empore stehen noch weitere Vorhaben auf der Wunschliste: Die Beschallungsanlage für rund 40.000 Euro, die Sitzkissen für 10.000 Euro, auch 200 Stapelstühle sollen noch angeschafft werden. Ohne weitere Spenden wird das nicht zu stemmen sein. Der Förderverein der Nikolaikirche hofft darauf, dass viele Korbacher die Sanierung noch in diesem Jahr unterstützen. Denn: Alle Spenden, die wir 2021 einwerben, werden vom Kirchenerhaltungsfonds verdoppelt“, sagt Sabine Neuhaus, Vorsitzende des Fördervereins.

Die Lampen werden zugunsten der Sanierung verkauft. Von links: Sabine Neuhaus und Pfarrer Steffen Blum.

Sich selbst einen Eindruck verschaffen können die Korbacher beim „Tag der Baustelle“ am Samstag, 23. Oktober. Ab 14 Uhr ist die Nikolaikirche für Besucher geöffnet. Der Posaunenchor tritt um 14.30 Uhr auf. Die Architekten vom Büro Müntinga und Puy erläutern um 15.30 und 16.30 Uhr die Sanierung und stehen für Fragen zur Verfügung. Für Kaffee und Kuchen ist – coronakonform – gesorgt. Außerdem kann altes Inventar aus der Kirche gegen einen selbst festgelegten Preis zugunsten der Sanierung erworben werden. Zum Verkauf stehen etwa die alten, bleiverglasten Leuchten oder restliche Kirchenbänke.

Auch aktuelle Luftaufnahmen der Nikolaikirche, die Familie Pötzsch angefertigt hat, sowie historische Korbach-Fotos von Karl Saure aus dem Jahr 1971 gibt es zu kaufen. Der Erlös fließt ebenfalls in die Sanierung der Kirche. Der Tag schließt um 17 Uhr mit einem Baustellengottesdienst.

Unterdessen wird in der Kirche weiter gebaut. Zwar stocken die Arbeiten wegen Lieferengpässen etwas, doch Blum ist sicher: „Weihnachten werden wir in der Nikolaikirche einen Gottesdienst feiern.“ Mit der offiziellen Eröffnung des sanierten Gotteshauses rechnet der Pfarrer gegen Ostern 2022. (Lutz Benseler)

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