Flechtdorf

Sanierung des Klosters startet Montag, Landrat überreicht 15000 Euro

- Diemelsee-Flechtdorf (nv). Den Grundstein für die Sanierung ihres mittelalterlichen Klosters legten die Flechtdorfer mit der Gründung des Fördervereins 2006. Nach Aufräum- und Sicherungsarbeiten sowie bauhistorischen Untersuchungen startet am Montag der Bau des Informationszentrums. Der Landkreis unterstützt das Projekt mit 15000 Euro.

Dass sie einen langen Atem brauchen werden, hatten die Fördervereinsmitglieder erwartet, als sie das Gelände mit den sanierungsbedürftigen Gebäuden 2007 ersteigerten. Wie viele Schätze sich hinter den dicken Mauern der ehemaligen Benediktinerabtei, die Graf Erpo zu Paderborn 1101/02 gründete, verbergen, das überrascht sie jedoch immer wieder aufs Neue. Sobald die engagierte Truppe um Vorsitzenden Helmut Walter einen Stein bewegt, kommen interessante Funde ans Tageslicht. Ob ein Steinsockel oder drei große romanische Torbögen aus dem 13. Jahrhundert, die zu einem Torhaus gehören – Archäologen sind von den Raritäten in Flechtdorf begeistert.

„Das ist alles hoch interessant, aber die Erforschung kostet viel Geld und hält auf“, stellt Walter beide Seiten der Medaille dar. Die Zeit drängt – und zwar nicht nur um Mitgliedern und möglichen Förderern zu zeigen, dass es in Flechtdorf voran geht. „2010 müssen wir noch 240 000 Euro bewegen“, erklärt der Vorsitzende. Die Bereitstellung von Bundes- und Landesmitteln sei termingebunden, ergänzt Kassierer Uwe Lutz-Scholten.

Umso wichtiger ist es für die Vereinsmitglieder nun grünes Licht für den Bau des Informations- und Begegnungszentrums zu haben. „Wir haben dann vielmehr Möglichkeiten, unsere Gäste zu informieren und zu betreuen“, betont Walter. 2009 hatten bereits mehr als 1000 Gäste das ehemalige Kloster besucht, ohne dass der Verein speziell geworben hätte. Damit die Flechtdorfer künftig auf ihr „Kleinod“ hinweisen können, unterstützt auch der Landkreis den Bau des Zentrums. Landrat Dr. Reinhard Kubat überreichte am Freitag einen Bewilligungsbescheid über 15000 Euro.

Mehr lesen Sie in der WLZ-Zeitungsausgabe vom 25. September 2010.

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