Korbach

Satter Aufschlag bei der Müllabfuhr

- Korbach (jk). Sehr gute Leistung für wenig Geld – das ist seit Jahren die Devise bei der Korbacher Müllabfuhr. 2011 droht für die Bürger indes ein satter Aufschlag bei den Gebühren: bis zu 50 Prozent.

Über zehn Jahre profitierten die Korbacher geradezu von Discountpreisen bei der Müllentsorgung. Immer wieder gab es auf Landkreisebene Diskussionen, ob denn die Kreisstadt sich eine eigene Müllabfuhr leisten müsse. Korbach quittierte dies stets selbstbewusst mit Verweis auf die günstigen Konditionen. Schon seit 2000 liegt die Gebühr pro Einwohner stabil bei 46,80 Euro. Selbst kleinere Gemeinden sind teurer, von Bad Wildungen, Bad Arolsen oder Willingen ganz zu schweigen. Hier müssen Bürger teils ein Mehrfaches berappen. Immer noch vorne, aber weniger deutlich, rangiert Korbach umgerechnet bei den Müllgebühren für den typischen Vier-Personen-Haushalt: 187,20 Euro, während in Bad Arolsen über 340 Euro fällig sind, listet die Stadt Korbach in einer Vergleichsstatistik auf. Das offenbart eine Schwäche im System mit „Einwohnergleichwerten“: Der Single-Haushalt profitiert. Indes genießen Familien und Eigenheimbesitzer auch wieder Vorteile. Denn Korbach entsorgt Sperrmüll, Rasenmahd und Strauchschnitt (Bio-Annahmestelle), aber auch Elektroschrott (zentrale Container) in kleinen Mengen seit 2006 kostenlos. So hat die Stadt Korbach bei stabilen Gebühren den Service für Bürger seit 2003 sogar noch deutlich ausgeweitet. Fazit von Bürgermeister Klaus Friedrich am Mittwochabend im Haupt- und Finanzausschuss des Parlaments: Die Korbacher Müllabfuhr „ist eine der leistungsstärksten und günstigsten“. Unter den Mittelzentren im Landkreis bleibt Korbach laut Stadtverwaltung auch künftig am günstigsten. Doch eine Erhöhung ab 2011 von fast 50 Prozent ist auch kein Pappenstiel. Mehr lesen Sie in der WLZ-Ausgabe vom Freitag, 27. August 2010.

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