Nieder-Schleidern:

Schleidern, wie es tanzt und lacht

- Korbach-Niederschleidern. Flotte Tänze und bissige Texte – trotz dritter Zähne: So lautet die Erfolgsbilanz des Karnevals in Nieder-Schleidern. Gerade der Gluckensong „Es klappern die Zähne“ geriet zum eifrig bejubelten und belachten Höhepunkt am Freitagabend im Dorfgemeinschaftshaus.

Gejubelt wurde eigentlich von Anfang an, denn der Einmarsch der Funkengarde setzt geradezu gesetzmäßig Glückshormone frei, wie auch die anderen Rituale: Proklamation, Prinzentanz, Ausmarsch der großen Garde und der Funkentanz der kleinen Garde. Doch nicht nur die 
kleine und die große Garde schwangen ausführlich das Tanzbein im traditionellen Karnevalsgewand und in modernem Outfit beim Showtanz zu aktuellen Hits, im Schnitt war jede zweite Nummer im Programm ein Tanz. Besonders spektakulär geriet der Ausflug nach Afrika und die Vorfreude darauf war von Anfang an groß, denn die Frauen im Dschungellook zogen schon ohne ihren auffälligen Kopfputz sämtliche Blicke auf sich. Und das enge zeitliche Korsett brachte die Damen ganz schön ins Schwitzen, denn zwischen dem venezianischen Maskentanz und dem Eskimotanz blieb gerade mal der Auftritt der Guttenzwerge zum Umkleiden. Als thematischen Rahmen hatten die Schleiderner ein Fernsehritual gewählt, das sich wohl zum letzten Mal so in Anspruch nehmen lässt: Wetten dass... mit Lars Schlichterle als dynamischem Gottschalk-Double. Trotz Tanz- und Wettfieber kam auch der Wortwitz nicht zu kurz: Büttenredner Herbert Schattel machte den Anfang mit einem neuen Kapitel beim Dauerbrenner „Revanche für den Weiber-Schmäh vom schmutzigen Donnerstag“ und pries die Vorzüge des von Natur aus schönen, sprich männlichen Geschlechts. So habe der Mann zwar eigentlich keine kosmetischen Hilfen nötig, aber vielleicht doch ein wenig Nachhilfe in Sachen Kosmetik-Englisch vor dem Besuch im Beauty-Shop: „After-Shave brennt fürchterlich“ lautete das sch(m)erzhafte Fazit seines Erfahrungsberichts.

Mehr in der WLZ-Zeitungsausgabe vom 7. März.

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