Wie eine große Familie

Schneiders aus Idar-Oberstein und Grebes aus Korbach verbindet lange Freundschaft

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Freundschaft über Generationen: Karl-Albert (links) und Roswitha Schneider (rechts) sind seit vielen Jahren treue Besucher bei Hildegard Grebe in Korbach. Dort fühlen sie sich wie eine große Familie.  

Korbach. Wenn aus Kriegskameraden Freunde fürs Leben werden: Was unter leidvollen Umständen im Zweiten Weltkrieg begann, entwickelte sich zu einer tiefen Verbindung zwischen zwei Familien – die über Generationen hinweg hält.

Im Korbacher Wohnzimmer von Hildegard Grebe (88) fühlen sich Karl-Albert (80) und Roswitha Schneider (70) aus dem rheinland-pfälzischem Idar-Oberstein wie zu Hause – und das schon seit vielen Jahren. Mindestens einmal im Jahr sind sie zu Gast in der hessischen Hansestadt.

Das Besondere an der Freundschaft: Grebes Mann Wilhelm und Schneiders Vater Fritz haben sie vor mehr als 70 Jahren geknüpft – und die nachfolgenden Generationen führen sie bis heute fort. Fritz Schneider ist bereits 1986 gestorben, Wilhelm Grebe lebt seit 1996 nicht mehr. Doch: „Mittlerweile kommen schon die Urenkel mit nach Korbach“, sagt Karl-Albert Schneider.

Die Umstände für den Beginn der Freundschaft hätten nicht schwieriger sein können. Doch der 17 Jahre ältere Fritz Schneider hielt schützend seine Hand über den 1924 geborenen Wilhelm Grebe. „Der Fritz war immer wie ein Vater zu mir“, habe ihr Mann gesagt, erinnert sich Hildegard Grebe.

Viele Anekdoten erzählen sich die Familien noch heute bei ihren Besuchen: So bastelten sich die beiden Soldaten aus einer Blechdose eine Kartoffelreibe und backten Reibekuchen.

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