Berufsmusiker ist mit Korbacherin verheiratet

Der schottische Musiker Jody Cooper spielt beim Hessentag

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Spielt beim Hessentag: Jody Cooper. 

Korbach. Der Sänger und Songschreiber Jody Cooper stammt zwar aus Schottland, enge Beziehungen nach Korbach hat er dennoch: Seine Frau ist Korbacherin, die Schwiegereltern leben hier. Beim Hessentag wird der Musiker erstmals in der Hansestadt auftreten.

Als Berufsmusiker ist Jody Cooper regelmäßig nicht nur in Deutschland, sondern auch im Rest von Europa unterwegs. Meist steht er allein auf der Bühne, manches Mal mit einer Band, die seit einiger Zeit mit ihm spielt. Auch beim Hessentag am Samstag, 26. Mai, werden ihn die Musiker bei seinem Auftritt ab 20 Uhr auf der Bühne an der Musikschule unterstützen.

Der Auftritt beim Landesfest reiht sich ein in seine Tour, die ihn bis zum Herbst in viele deutsche Städte führt, auch einige Festivals sind dabei. Im Gepäck hat er sein neues Konzeptalbum „Serenades & Odes To a Cracked World, Part 1“. Zerfall sei das Thema, ebenso wie Abhängigkeit und Materialismus, sagt der 42-Jährige. „Aber es ist kein negatives Album, denn alles hat ein positives Gegenstück. Das Negative ist Teil eines Prozesses, alles entwickelt sich weiter.“

Im Juni hat der Musiker das Album veröffentlicht und dabei erstmals Crowdfunding genutzt. Das bedeutet: Viele Menschen haben durch ihre finanzielle Unterstützung dazu beigetragen, das Album zu finanzieren. 13 000 Euro sind so zusammengekommen. „Das war unglaublich, ich konnte völlig frei arbeiten.“

Auszeit vom Alltag

Mindestens 30 Konzerte spielt der Schotte im Jahr: Ob ganz klassisch, bei einem Festival oder auch im Wohnzimmer. Eine seiner Leidenschaften sind jedoch seine Auftritte als Straßenmusiker. In der Sonne stehen, singen und dabei Gitarre spielen und den Menschen so eine kurze Auszeit gönnen, sie aus dem Trubel des Alltags holen: „Wenn die Leute dieses Gefühl mitnehmen, ist das super.“

Über sein eigenes Leben – seit gut fünf Jahren lebt er mit seiner Frau Olinga in Leipzig – singt Cooper, aber auch über das, was er in seiner Umgebung beobachtet. „Ich schaue nicht geradeaus auf die Welt, sondern aus anderen Perspektiven.“

Daraus entstehen oft Ideen für neue Lieder. Zuerst ist die Melodie da, dann kommen Thema und Text. Das Schreiben könne mitunter Jahre dauern, manches Mal gehe es aber ganz schnell.

Die Liebe zur Musik begleitet Jody Cooper schon sein Leben lang. Schon als Kind ist er Zuhause in der Nähe von Aberdeen singend durch das Haus gelaufen, mit zwölf bekam er die erste Gitarre. Kurze Zeit später folgte ein Keyboard, dann ein Klavier. Den ersten Song hat er mit 14 geschrieben, als Teenager stand auch der erste öffentliche Auftritt an.

Seine Eltern seien keine Musiker, doch große Fans mit entsprechend großer Plattensammlung, erzählt er. Die Beatles gehören seit jeher zu seinen musikalischen Vorbildern, an denen er sich durchaus orientiert. Doch wichtig ist ihm letztlich, immer sein eigenes Ding zu machen.

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