Korbach

Schüler lernen, Gefahren zu erkennen

- Korbach (resa/zenke). Viele Schulen interessieren sich für das Verkehrssicherheitsprogramm „Achtung Auto“. Dabei sollen Fünft- und Sechstklässler lernen, wie sie mit Gefahren im Straßenverkehr umgehen können – am Montag gastierte der ADAC in Korbach.

Beim Laufen ist es wie beim Autofahren: Umso schneller jemand unterwegs ist, desto länger ist der Bremsweg. Das wissen die Schüler der Louis-Peter-Schule seit gestern Morgen aus eigener Erfahrung. Denn im Rahmen des Verkehrssicherheitsprogramms „Achtung Auto“, das der ADAC anbietet, nahmen sie gestern den Straßenverkehr unter die Lupe.

Hauptsächlich ist dieses Programm für Schüler der 5. und 6. Klasse vorgesehen. Ziel ist es, dass Schüler Gefahren besser einschätzen lernen. ADAC-Mitarbeiter Matthias Hillig hat Erfahrung mit der Verkehrserziehung von Jugendlichen. „Schulen im ganzen Landkreis nehmen an diesem Projekt teil“, freute sich Hillig, der nicht zum ersten Mal in Waldeck-Frankenberg unterwegs ist.

Statt des Theorieunterrichts in der Schule bekämen die Schüler im Rahmen des Projektes die Möglichkeit, verschiedene Verkehrssituationen selber auszuprobieren, erklärt der Experte. So lernten auch die Schüler der Klasse 6bR gestern auf der Hauer, was etwa Bremsweg und Anhalteweg bedeuten. Dafür ließ Hillig die Schüler erst über den Parkplatz laufen, dann bremsen und analysieren. „Was beeinträchtigt den Bremsvorgang?“, fragte er und freute sich über das rege Interesse. Nebel, Glatteis oder Hagel seien gefährlich, stellten die Schüler fest. Aber auch erhöhte Geschwindigkeit, Unkonzentriertheit oder müde Augen würden hohe Risiken bergen.

„Es wäre schön, wenn die Schüler durch die Übungen den Straßenverkehr und die Autos künftig besser einschätzen könnten“, sagte Matthias Hillig. Weil die Jugendlichen als Fußgänger bereits selbstständig am Straßenverkehr teilnehmen würden, sei es wichtig, sie dafür zu sensibilisieren. Entscheidend sei bei der Projektarbeit die Rolle der Fußgänger. „Dafür ist es aber wichtig, dass die Jugendlichen die Vorgänge beim Autofahren verstehen und sich entsprechend schützen“, erklärte Hillig. Den Kindern der Louis-Peter-Schule, die gestern Vormittag an dem ADAC-Projekt auf der Hauer teilnahmen, dürfte das in Zukunft besser gelingen.

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