Lebhafte und engagierte Podiumsdiskussion des Rings Politischer Jugend an der Alten Landesschule

Die Schüler fit für die Wahl machen

+

Korbach - Wählen gehen, mitbestimmen. Das ist ganz wichtig, findet Lehrer Jürgen Säuberlich. Deshalb sind Vertreter der Jungparteien zur Podiumsdiskussion in die Alte Landesschule gekommen.

In zwei Tagen ist es so weit, in Hessen dürfen rund 143 000 junge Erwachsene erstmals ihre Stimme abgeben. „Bei der letzten Bundestagswahl haben sich 30 Prozent der Menschen enthalten. Das ist zu viel“, findet Jürgen Säuberlich, Fachbereichsleiter der Gesellschaftswissenschaften an der Alten Landesschule. Deshalb habe er sich sehr gefreut, als der Ring Politischer Jugend (RPJ) auf ihn zukam und um die Möglichkeit bat, sich den Schülern vorzustellen. Gestern sind Vertreter der Jungparteien in die Alte Landesschule gekommen, um auf dem Podium, aber auch mit den Schülern der elften und zwölften Klassen über aktuelle Themen zu diskutieren.

Für die Junge Union kam Jonas Sauerwald, die Jungen Liberalen vertrat Christoph Hertel. Die Jungsozialisten entsandten Eric Friedewald und Bundestagskandidatin Caroline Tönges war da, um die Grünen zu vertreten, die derzeit keine Jugendorganisation vor Ort haben. Mit auf der Bühne war auch der Pressesprecher des Rings politischer Jugend, Florian Stieglitz. Er erklärte, dass die parteiübergreifende Zusammenarbeit der Jugendorganisationen das Ziel des RPJ sei. Mit der Veranstaltung solle das Interesse der Schüler für Politik und die Wahlen geweckt werden.

Das war es dann aber auch mit den Gemeinsamkeiten. Bei den Diskussionen gingen die Meinungen schnell auseinander. Ob Bildung, Wirtschaft, Sozial- und Arbeitsmarktpolitik oder Umwelt und Energie: ein reger Schlagabtausch fand auf der Bühne statt. Gut vorbereitet glänzten die Vertreter der Jungparteien mit Hintergrundinformationen.

Und auch das Publikum zeigte sich engagiert: die Schüler hakten nach, applaudierten für gelungene Statements und verzogen auch mal ihre Mienen, wenn sie mit dem Gesagten nicht einverstanden waren.

Auf der Bühne schenkten sich die Jungpolitiker nichts - so soll es ja auch im Wahlkampf sein. Nun hoffen sie, dass auch die Schüler gut vorbereitet am Sonntag ihre vier Kreuze setzen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare