Verbraucherberatung gibt Tipps zu Kauf von Tornistern

Schulranzen: Sicherheit und Sitz prüfen

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Ob die Schulranzen korrekt sitzen, sollte beim Kauf unbedingt überprüft werden, rät die Korbacher Verbraucherberatung im DHB-Netzwerk Haushalt. Foto: Archiv

Korbach - Schon lange vor dem ersten Einschulungstermin stehen sie in großer Auswahl in den Geschäften: Schulranzen. Die Verbraucherberatung in Korbach warnt vor Fehlkäufen und weist auf wichtige Kriterien hin.

Die Angebotsvielfalt erschwert häufig die Kaufentscheidung. Gerne schenken Großeltern oder Paten den Schulranzen zu Ostern. Achten sie dann nur auf die Modetrends und den Wunsch der Kleinen, kann es schnell zu Fehlkäufen kommen. Liane Reichhart, Leiterin der Beratungsstelle im DHB-Netzwerk Haushalt rät dazu, das Kind beim Kauf mit einzubinden und die praktische Handhabung testen zu lassen.

Das An- und Abschnallen mit und ohne dicke Jacke, das Öffnen und Schließen der Verschlüsse sowie das Stehverhalten des Ranzens seien einige Punkte. Sicherheitsrelevante Ausstattungen und der korrekte Sitz müssten unbedingt berücksichtigt werden. Allzu schnell käme es ansonsten zu gesundheitlichen Risiken, nicht nur auf dem Schulweg. „Je größer die Ablenkungen unterwegs sind, desto schneller wird das im Vorfeld antrainierte sichere Verhalten vergessen“, berichtet die Beraterin.

In der DIN 58124 „Schulranzen-Anforderungen und Prüfung“ werden unter anderem die Anforderungen an fluoreszierendes und retroreflektierendes Material, das die Sichtbarkeit bei Tag und Nacht gewährleistet, sowie Trageeigenschaften beschrieben. Nur ein normgerechter Schulranzen biete den festgelegten Schutzeffekt, sei für die Schulanfänger körpergerecht gestaltet und stelle die geforderte Gebrauchstauglichkeit sicher. Wie die Stiftung Warentest im März 2013 veröffentlichte, entsprachen selbst Markenprodukte nicht immer der Norm. Der Hinweis „entspricht DIN 58124 oder „nach DIN 58124“ sollte deshalb immer vorhanden sein, betont die Leiterin der Korbacher Verbraucherberatung.

Das Gewicht des Schulranzens und die Anzahl der Fächer seien weitere Entscheidungskriterien beim Kauf. „Bei einer stabilen Trennwand im Hauptfach können schwere Sachen direkt am Rücken getragen werden“, erklärt Liane Reichhart. Oft werde er im täglichen Gebrauch immer schwerer, weil Kinder meinen jederzeit alles dabei haben zu müssen. Ein gepackter Schulranzen sollte aber maximal zehn Prozent des Körpergewichts eines Kindes betragen. Eltern sollten deshalb immer den Inhalt kontrollieren und auf das Aussortieren nicht benötigter Materialien achten, rät Liane Reichhart von der Verbraucherberatung. Der Test der Stiftung Warentest kann in der Verbraucherberatung im Korbacher Bürgerhaus, Eingang Unterstraße, nachgelesen werden.

Geöffnet ist die Verbraucherberatung dienstags und donnerstags von 9 bis 12 Uhr und mittwochs von 15 bis 18 Uhr. Die Beraterinnen sind zu diesen Zeiten auch telefonisch unter 05631/53971 zu erreichen und bieten gerne Hilfe zu Verbraucherfragen. (r)

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