Diemelsee

Schwimmbad an EWF verkauft, Gebäudesanierung vertagt

- Diemelsee (nv). Die Anzahl interessierter Bürger war bei einer Sitzung des Diemelseer Parlaments selten so hoch wie am Freitag in Flechtdorf. Eine Vielzahl interessanter Themen stand auf der Tagesordnung.

Ob Schwimmbadübernahme, Sanierung des Heringhäuser „Haus des Gastes“, neues Feuerwehrgerätehaus in Ottlar oder gesplittete Abwassergebühr – die Mitglieder des Bau- sowie des Haupt- und Finanzausschusses hatten bereits am Dienstag in einer dreieinhalbstündigen Sitzung ausführlich über die vorgelegten Beschlüsse diskutiert (wir berichteten). Den Empfehlungen der Fachausschüsse folgten die Abgeordneten am Freitag.

Übernahme des Heringhäuser Hallenbades durch die Energie Waldeck-Frankenberg: Einstimmiges Votum für die Übernahme zum 1. Januar 2012. Der Verkaufspreis entspricht dem Restbuchwert. Mit Hilfe des steuerlichen Querverbundes sparen die Diemelseer jährlich rund 90 000 Euro, behalten aber die Entscheidungsgewalt über das Bad. Für die Nutzer ändert sich nichts.

Sanierung und Umbau des „Haus des Gastes“: Gemäß des Antrages der Ausschüsse vertagten die Gemeindevertreter den Beschluss auf die nächste Sitzung am 9. Dezember. Ebenso wie die Ausschussmitglieder am Dienstag nutzten sie die Sitzung am Freitag ausschließlich, um sich die beiden Sanierungsvarianten vorstellen zu lassen. Deutlich wurde, dass die Sanierung des laut Bürgermeister Volker Becker „rundherum maroden“ Rundbaus selbst dann nicht abgeschlossen ist. „Wenn wir die Dachterrasse überbauen, bekommen wir aber einen entscheidenden Schwachpunkt der Gebäudehülle in den Griff“, verspricht Architekt Jürgen Kepplin (Korbach).

Feuerwehrgerätehaus Ottlar: Ebenso wie die Ausschussmitglieder votierten die Abgeordneten dafür, den Neubau des Gerätehauses zurück zu stellen. Becker hatte berichtet, dass Wehrführer Andreas Fieseler seine Fahrzeughalle für weitere fünf Jahre als Stützpunkt bereit stellen werde – allerdings gegen eine noch zu vereinbarende Miete. Auch die Wehr habe sich für diese Lösung ausgesprochen. Ein Umbau der Halle ist vorerst nicht geplant.

Mehr lesen Sie in der WLZ-Zeitungsausgabe vom 31. Oktober 2011.

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