ALS-Schüler werfen in 58 Projekten einen Blick über den Tafelrand hinaus ins pralle Leben

Segeln statt Mathe auf dem Stundenplan

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Ein buntes Bühnenprogramm rundet den Nachmittag ab.

Korbach - Mit einem großen Schulfest hat die Alte Landesschule (ALS) gestern ihre Projekttage abgeschlossen. Zum Auftakt wurden außerdem die neuen Kunst- und Informatikräume offiziell an das Gymnasium übergeben.

Mal einen Blick über den Tafelrand hinaus werfen und das Wissen nicht aus verstaubten Schulbüchern holen, sondern aus dem prallen Leben. 58 Projekte sorgten von Mittwoch bis Freitag für Abwechslung im Schulalltag an dem Korbacher Gymnasium. Bei einem Schulfest zum Abschluss gewährten gestern die Schüler auch den Eltern oder anderen Interessierten einen Einblick in das, was sie die vergangenen Tage beschäftigt hatte.

Von Angeln bis Zeitung

Während sich einige Schüler fürs Stricken oder Filzen entschieden hatten, segelten andere auf dem Edersee, lernten Angeln oder Taekwondo. Währenddessen versuchen sich weitere Schüler am französischen Gesang, der Tanzerei oder A-cappella-Musik. Eine Gruppe begab sich auf die Suche nach den Spuren jüdischer Kultur in Waldeck. Sechs Schüler der Oberstufe stürzten sich gar mit den Redakteuren der Waldeckischen Landeszeitung in den Bürgermeisterwahlkampf.

Mit Präsentationen, Vorführungen und Aktionen zum Mitmachen stellten sich die Projektgruppen gestern Nachmittag in den Klassenräumen, dem Schulhof und der Aula vor.

Vorangegangen war die offizielle Übergabe der neuen Kunst- und Informatikräume an die Schule, musikalisch umrahmt vom Streicherensemble unter der Leitung von Denis Knoche.

Zu wenige Lehrer

„Perfekt auf die Schule abgestimmt und mit hohem architektonischen Anspruch“, lobte Schulleiter Robert Gassner in der Feierstunde zum Auftakt. Der Schulleiter nutzte die Gelegenheit aber auch für kritische Worte: Ein Schulsozialarbeiter fehle immer noch und auch für den Ganztagsunterricht seien zu wenige Lehrer vorhanden.

Landrat Dr. Reinhard Kubat sagte indes weitere Investitionen in den Schulbau zu. Bis 2014 seien weitere 42 Millionen Euro vorgesehen, größtenteils aus Landes- und Bundesmitteln. „Aber auch der Kreis gibt etwas hinzu“, so Kubat. Weiter gebaut wird auch an der ALS: 2014 werde die Schule dann komplett renoviert sein, sagte Ralph Hübschmann, Vorsitzender des Elternbeirats. „Sehr gelungen“, fand Schulsprecher Jonathan Schanner die neuen Räume.

Ein buntes Programm mit Musik, Tanz und Theaterstücken rundete den Nachmittag ab. Für Essen und Getränke hatten Schüler und Eltern gesorgt. Für die Jüngeren stand auf dem Schulhof eine große Hüpfburg bereit. Abends spielten die „14er-Rock-AG“, Basti Hamel, Nadine Fingerhut und die Reiseleiter sowie die Rock-AG.

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