Feierliche Eröffnung des Anbaus an der Wipperberghalle

Ein Segen für die Lengefelder

Eröffnungsfest für den Anbau an der Wipperberghalle: (v.l.) Ulrich Schäfer (Raumausstattung), Bürgermeister Klaus Friedrich, Ortsvorsteher Axel Bitter-Schwalenstöcker, Pfarrer Oliver Okun, Heinrich Friedewald, Dieter Müller (alte Herren) und Alexander Horn (Bauamt). Pfarrer Okun überreichte eine Ikone als symbolisches Geschenk für die Lengefelder.

Korbach-Lengefeld - Der schicke Anbau der Lengefelder Mehrzweckhalle brachte politischen Zündstoff. Am Sonntag weihten die Lengefelder den Neubau ein - mit Andacht und in friedlicher Runde.

Gediegene Architektur, langlebiges Metalldach, Holzfassade und hochwertige Einrichtung: Wer den Anbau an der Lengefelder Halle ins Auge fasst, kann nicht meckern. Auch die Resonanz bei Vereinen, Schülern, Sportlern, Turnkindern, Gymnastikfrauen, Kirchengemeinde und Klubs ist sehr gut, schildert Ortsvorsteher Axel Bitter-Schwalenstöcker.

Gruppen aus Lengefeld und der Kernstadt Korbach nutzen den Anbau bereits eifrig, gestern folgte die feierliche Einweihung - im wahrsten Sinne des Wortes: Der evangelische Pfarrer Oliver Okun gab dem Neubau Gottes Segen und hatte dazu auch Taufwasser mitgebracht.

Der Zuspruch aus dem Dorf war bestens, Mitglieder aus Parlament und Magistrat der Hansestadt sowie etliche Ortsvorsteher waren ebenso mit von der Partie. „Ich habe gerade gedacht, Herr Bürgermeister, eigentlich ist das hier zu klein“, eröffnete Pfarrer Okun die Andacht denn auch mit verschmitztem Lächeln.

Die politischen Debatten um Kosten und Ausstattung für Anbau, Brandschutz und neue Duschen der Wipperberghalle waren gestern indes kein Thema. Nach Projekten von Rhena bis Meineringhausen hätten die Lengefelder am längsten auf den Anbau gewartet, erklärte Bürgermeister Klaus Friedrich: „Das Ergebnis ist richtig und gut.“ Der Rathauschef lobte die Lengefelder für viel Eigenleistung beim neuen Anbau und ihr gestärktes Gemeinschaftsgefühl seit der großen 975-Jahr-Feier 2011.

Ortsvorsteher Bitter-Schwalenstöcker gab den Dank an Stadt und Handwerksfirmen gerne zurück. Besonders unterstrich der Ortsvorsteher das unermüdliche Engagement der „alten Herren“ im Dorf.

Die musikalische Gestaltung am Sonntag übernahm der Projektchor unter Leitung von Adolf Schneider - vom gesungenen Vaterunser bis zum Frühlingskanon. Dann gab‘s Gulaschsuppe in geselliger Runde.

Hintergrund

Der Anbau an der Lengefelder Halle bietet zwei neue Gemeinschaftsräume inklusive Toiletten und Teeküche. Außerdem ermöglicht der Eingang an der Seite erstmals einen barrierefreien Zugang in die Halle. Im gleichen Zuge wurden die rund 40 Jahre alten Umkleiden und Duschen in der Wipperberghalle erneuert. Durch den Umbau mussten auch Brandschutzauflagen erfüllt werden, etwa mit zusätzlichen Brandschutztüren und Sicherung des Treppenhauses. Die Kosten für den Anbau addieren sich auf rund 280000 Euro, weitere rund 100000 wurden für Duschen und Brandschutz fällig. Hinzu kommen Eigenleistungen der Lengefelder im Wert von rund 50000 Euro.

Von Jörg Kleine

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare