Mit dem Smartphone in die Erdgeschichte eintauchen

Selfie mit dem Urzeitdackel in der Korbacher Spalte

Gruppenfoto mit virtuellem Urzeitdackel: (von links) Britta Hein, Susanne Winzer, Bürgermeister Klaus Friedrich, Dr. Marc Müllenhoff, Kim Peis, Ralf Enderlein und Sebastian Freitag.
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Gruppenfoto mit virtuellem Urzeitdackel: (von links) Britta Hein, Susanne Winzer, Bürgermeister Klaus Friedrich, Dr. Marc Müllenhoff, Kim Peis, Ralf Enderlein und Sebastian Freitag.

Mit dem Smartphone wird der Korbacher Urzeitdackel wieder lebendig: Besucher der Korbacher Spalte können jetzt interaktiv 258 Millionen Jahre zurück in die Erdgeschichte reisen.

Die Korbacher Spalte ist neben der „Grube Messel“ das bedeutendste erdgeschichtliche Bodendenkmal in Hessen und gilt als die bislang zweitälteste Fossilien führende Spalte der Welt. Doch wie lassen sich den Besuchern geologische Prozesse, enorme zeitliche Dimensionen und längst ausgestorbene Lebewesen erklären? „Das, was wir zeigen möchten, ist nicht mehr da“, sagt Kim Peis, Leiterin des Geoparks Grenzwelten.

Mittels der sogenannten Augmented-Reality (englisch für „erweiterte Realität“) können die Besucher jetzt den lebensechten Procynosuchus, wie der Urzeitdackel in der Fachsprache heißt, beobachten, eine interaktive Reise durch die Erdgeschichte unternehmen und sich in Animationen über die Entstehung der Korbacher Spalte informieren. Sogar ein Selfie mit dem Urzeitdackel ist möglich: Der Procynosuchus wird als 3D-Animation einfach ins Foto eingeblendet.

Alles, was die Besucher dazu brauchen, ist ein Smartphone oder ein Tablet und eine App zum Scannen der QR-Codes. Die Codes sind an Infotafeln an der Korbacher Spalte angebracht. „Die Besucher werden dann zu den digitalen Inhalten weitergeleitet“, erläutert Sebastian Freitag von der Firma MT Interactive aus Frankenberg, die den interaktiven Gang durch die Korbacher Spalte für den Geopark Grenzwelten und die Stadt Korbach programmiert hat. Das neue Angebot ist ab sofort freigeschaltet.

Die Korbacher Spalte bildet den Auftakt: „Das Projekt wird weiterentwickelt und auf den ganzen Geopark ausgeweitet“, kündigte Kim Peis an. Voraussichtlich im kommenden Jahr zum Saisonstart im Sommer sollen weitere Themenbereiche digital zur Verfügung stehen, wie Ralf Enderlein, Leiter des Fachdienstes Umwelt beim Landkreis erläuterte.

„Die weltweit bedeutende Fossilienfundstätte wird digital“, sagte Korbachs Bürgermeister Klaus Friedrich. Die Korbacher Spalte werde für eine junge, digitalaffine Zielgruppe aufgewertet. Das Projekt sei ein Beispiel für eine gelungene Zusammenarbeit zwischen Stadt Korbach, Wolfgang-Bonhage-Museum und Landkreis Waldeck-Frankenberg mit dem Geopark.

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