Frühjahrskonzert des Rhenaer Musikvereins begeistert 250 Zuhörer

„Showtime“ am Abend

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Britta Kleine und Frank Oschmann interpretierten gekonnt den Lindenberg-Song „Hinterm Horizont“.

Korbach-Rhena - Peppig, raffiniert, fulminant: Das Frühlingskonzert des Musikvereins Rhena am Samstagabend war ein musikalischer Genuss. Dabei kam auch dem Moderator eine lobenswert unterhaltsame Rolle zu.

Licht aus, Spot an - und eine ebenso unterhaltsame wie abwechslungsreiche Musikshow begann am Samstagabend in der Rhenaer Goddelsberghalle vor rund 250 Zuhörern. Als sie nach zweieinhalb Stunden zu Ende war, gab es rauschenden Beifall, ja stehende Ovationen von einem begeisterten Publikum, das hingerissen war von dem großen Repertoire an Titeln und Stilrichtungen, von dem Können und der Präsentation.

Märsche, Schlager, Polkas, Pop und Walzer, Jazz, Filmmusik, Rock, Big-Band-Swing, Samba und andere lateinamerikanische Rhythmen - der Rhenaer Musikverein unter Leitung von Jürgen Klingelhöfer ließ nichts zu wünschen übrig, schien für jedes Genre offen, dabei stets sicher in Stil und Ton und mit erfreulichem Hang zu erfrischend-raffinierten Interpretationen und passenden Übergängen.

Den Auftakt machte Swing - „Have you met Miss Jones“ in der Version von Robby Williams und gesungen von Jürgen Klingelhöfer - ehe Polka, Walzer und Marsch für beschwingten bis schmissigen Rhythmus sorgten: Bei der Polka „Von Freund zu Freund“ spielten Frank Oschmann und Tobias Saure die Soli, beim „Solotrommler“ überzeugte Tobias Mettenheimer als Solist an der Trommel.

Von Waterloo bis Skyfall

Elvira und Ralf Heinrichs von der Frankenberger Stadtkapelle übernahmen im Laufe des Abends immer wieder die gesangliche Interpretation von Titeln und erwiesen sich dabei als vielfältig. „Mondschein an der Eger“ war ihnen ebenso geläufig wie ein Medley aus Schlagerhits der 70er-Jahre, bei denen sie Ohrwürmer wie „Anita“ und „Mendocino“ zu Gehör brachten, oder die Abba-Hits „Mamma Mia“ und „Waterloo“, die der Musik der 70er folgten.

Unter dem Titel „The British are Coming“ hatte der Musikverein bekannte Popsongs von der Insel ausgewählt: „I want to hold your hand“ und „Ferry cross the mersey“ kamen gut beim Publikum an. Der James-Bond-Filmmusik widmeten sich die Musiker anschließend: Britta Kleine sang „Skyfall“ und gab anschließend zusammen mit dem Vereinsvorsitzenden Frank Oschmann den Udo-Lindenberg-Titel „Hinterm Horizont“ zum Besten - dafür gab es für beide viel Applaus.

Einem poppig-rockigen Ausflug in die 80er-Jahre zu Musik von Michael Jackson, Cindy Lauper und Joe Cocker folgte eine Reise nach Amerika mit „Africa“ von Toto und dem Ohrwurm „Happy“ von Pharrell Williams, wunderbar leicht und schwungvoll dargeboten.

Famose Moderation

Flottes Tempo legten die Musiker noch einmal in die Schlussakkorde im „lateinamerikanischen Block“: Hits wie „Tequila“ und „La Bamba“ rissen das Publikum mit. Da war klar: Eine Zugabe muss sein. So hörten die Gäste noch einmal das Lindenberg-Lied „Hinterm Horizont“ und den fantastischen Big-Band-Swingklassiker „Beyond the Sea“, gesungen von Jürgen Klingelhöfer, womit sich der Genre-Kreis schloss.

Flöten, Klarinetten und Saxophone, Hörner, Trompeten und Posaunen, Tenorhörner und Tuben, Schlagzeug, Gitarre und E-Bass - die 46 Musiker des Rhenaer Musikvereins und befreundeter Kapellen aus dem Frankenberger Land sowie Lelbach wussten unter der Leitung von Jürgen Klingelhöfer das Beste aus ihren Instrumenten herauszuholen und den Konzertabend zusammen mit den Sängerinnen und Sängern zu einem Erfolg werden zu lassen.

Eine bedeutende Rolle spielte dabei auch Moderator Florian Kraft. Mit viel Einfallsreichtum, Humor und Wortwitz führte er gewandt durch den Abend, stimmte die Zuhörer als Entertainer, James Bond oder Punk verkleidet auf die Musiktitel ein und brachte die Gäste mit ausgesuchten Beiträgen immer wieder zum Lachen - so wurde der Abend zum Gesamtkunstwerk. (md)

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