Premiere an der Willinger UPS: Info-Film über Ausbildung und Aufgaben von Fahrzeugbegleitern

Sicher und entspannt zur Schule und nach Hause

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Die Sicherheit der Fahrschüler liegt ihnen am Herzen: Unser Bild zeigt von links nach rechts Busfahrer Thomas Bauer (Auto-Hellwig), Polizeioberkommissarin Michaela Urban, Fahrzeugbegleiterin Hannah Vogel, Prokuristin Inken Barth (EWF), Fahrzeugbegleiterin Magdalena Reiss, Schulleiterin Barbara Pavlu, Christiane Grof (Uplandschule), Sabine Hörner-Zimmermann (EWF), die für die Ausbildung zuständig ist, und Sebastian Gottschalch (Gesamtschule Battenberg). Foto: Ulrike Schiefner

Willingen - Großer Bahnhof bei der Uraufführung: Für die Stars und die Premierengäste wurde zwar kein roter Teppich ausgerollt, aber das Publikum geizte nicht mit Beifall für die gelungene Produktion, die in der Willinger Uplandschule (UPS) erstmals vorgestellt wurde.

„Sicher und entspannt zur Schule und nach Hause“ ist das Thema des Films, der im Auftrag der Energie Waldeck-Frankenberg GmbH (EWF) erstellt wurde. Er berichtet auf informative und unterhaltsame Weise über die Ausbildung und Aufgaben von jugendlichen Fahrzeugbegleitern. Er wurde in Zusammenarbeit mit Lehrern und Schülern der Uplandschule und der Gesamtschule Battenberg gedreht.

Reibungsloses Miteinander

Die Jugendlichen zeigen im Film, wie sie beispielsweise Drängeleien an den Haltestellen verhindern, kleine Streitereien schlichten und für ein möglichst reibungsloses Miteinander aller Beteiligten sorgen.

Für die konzeptionelle Entwicklung, die Kamera-Arbeit und die Texte zeichnete Thomas Korte verantwortlich, dem ebenso wie den Darstellern ein herzliches Dankeschön galt. Schulleiterin Barbara Pavlu, EWF-Prokuristin Inken Barth sowie Sabine Hörner-Zimmermann, die für die Ausbildung der Fahrzeugbegleiter verantwortlich ist, stellten die große Bedeutung des engagierten Einsatzes von Jugendlichen für mehr Sicherheit im Schulbusverkehr heraus.

Soziale Verantwortung

Als Voraussetzung für eine erfolgreiche Tätigkeit als Busbegleiter nannte die Schulleiterin die Fähigkeit, sich in andere hineinzuversetzen und auf ihre Probleme und Befindlichkeiten einzugehen. Gefragt sind unter anderem Teamfähigkeit, Hilfsbereitschaft, soziale Verantwortung, Fairness, Toleranz sowie Fähigkeit zur Kritik und Selbstkritik.

Die Ausbildung zum Fahrzeugbegleiter erfolgt durch die EWF in enger Zusammenarbeit mit der Polizei, den beteiligten Schulen und den Verkehrsunternehmen. Der Landkreis Waldeck-Frankenberg fördert das Projekt, das mit Kosten von 4500 Euro pro Kurs zu Buche schlägt. Landrat Dr. Reinhard Kubat hat die Schirmherrschaft für die Erstellung des Info-Films übernommen.

1900 Schüler ausgebildet

Im Kreisgebiet wurden seit dem Jahr 2003 bisher an 14 Schulen in elf Städten und Gemeinden über 1900 Schülerinnen und Schüler zu Busbegleitern ausgebildet. In Willingen und Battenberg wurde das Konzept nach Aussagen von Sabine Hörner-Zimmermann besonders erfolgreich umgesetzt. Dort durchliefen 200 beziehungsweise 250 Jugendliche erfolgreich die Ausbildung. Die Leiterin der Uplandschule, Barbara Pavlu, kündigte an, dass die Busbegleiter-Ausbildung ab dem kommenden Schuljahr zu den Möglichkeiten gehört, ein Sozialpraktikum zu absolvieren.

Zu den Hauptdarstellern des neuen Films zählen die Jugendlichen Mareike Pohlmann, Magdalena Reiss, Hannah Vogel, Max Hofmeister und Tim Reder, die zuständigen Lehrer Christiane Grof (UPS) und Sebastian Gottschalch (Gesamtschule Battenberg), Busfahrer Thomas Bauer (Auto-Hellwig) und der frühere Jugendkoordinator der Polizei, Dirk Virnich.

Auch im Internet

Der Film soll in Zukunft in Schulen gezeigt werden und dazu beitragen, möglichst viele Schüler der Klassen 7 bis 9 als Fahrzeugbegleiter zu gewinnen. Zudem soll er Eltern und Lehrer auf die herausragende Bedeutung von Unfall- und Gewaltprävention im Schulbusverkehr aufmerksam machen. Er ist ab sofort auch im Internet zu finden (www.ewf.de/oepnv/fahrzeugbegleiter-busschule).

Von Ulrike Schiefner

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