Freiwilligendienst: Henning Seifahrt aus Lelbach arbeitet in einem Jungeninterna

Für sieben Monate in Indien

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Rund 7000 Kilometer von Korbach entfernt: Henning Seifahrt (19) aus Lelbach arbeitet für sieben Monaten in einem Jungeninternat in Indien.

Korbach-Lelbach - Rund 7000 Kilometer von Korbach in Zentralindien liegt die Millionenstadt Nagpur. Hier arbeitet und lebt seit zwei Monaten der 19-jährige Henning Seifahrt aus Lelbach.

„Für die kurze Zeit, die ich jetzt erst hier bin, habe ich mich schon super eingelebt. Nur mit der Sprache hapert‘s noch etwas“, sagt der Abiturient. Seifahrt arbeitet in einem Jungeninternat der Trägerorganisation Prem Sewa Shikshan Sangh. Hier ist er Lehrer­assistent für Computer- und Englischunterricht. „Natürlich bin ich für die Kinder aber nicht nur Lehrer, sondern in erster Linie Bezugsperson und auch zur Bespaßung.“

Erfahrungen sammeln

An kulturelle Unterschiede hat sich der Korbacher schnell gewöhnt, und auch die Abstriche im Lebensstandard, die er machen muss, stören ihn nicht. Der Freiwilligendienst stellt für ihn vielmehr eine wichtige Lebenserfahrung dar.

„Die Dankbarkeit der Kinder allein dafür, dass man sich mit ihnen beschäftigt und ihnen Aufmerksamkeit schenkt, entschädigt für die große Entfernung zu Freunden und Familie und für andere Unannehmlichkeiten“, sagt Seifahrt. Der entwicklungspolitische Freiwilligendienst des Lelbachers läuft über das Weltwärts-Programm des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und dauert sieben Monate.

Auf die Frage, warum er sich hierzu entschieden habe, sagt er selbst: „Nach 13 Jahren des Lernens wollte ich einfach mal wieder etwas anderes sehen, bevor ich auf der Uni wieder weiterlernen muss. Ich wusste, dass ich erst mal ins Ausland wollte. Warum also nicht das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden und helfen. So kam mir die Idee, den Freiwilligendienst zu machen.“

Das Jungeninternat, in dem er arbeitet, finanziert sich ausschließlich über Spenden, hauptsächlich aus dem Aus-land. „Wir beherbergen hier rund 600 Jungen aus sozio-ökonomisch schwachen Familien. Ohne die Hilfe aus dem Ausland könnten die Jungs wohl niemals eine Schule von innen sehen, ihre Eltern haben dafür einfach nicht genügend Geld“, erklärt Seifahrt. „Wir sind deshalb zwingend auf Hilfe angewiesen, um den Kindern weiterhin eine Perspektive geben zu können.“

Wer mehr über seinen Freiwilligendienst erfahren oder ihn und sein Projekt unterstützen will, findet auf der Homepage: www.henning-in-nagpur.jimdo.com nähere Informationen. (tf)

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