Madeleine Hamel aus Buchenberg startet am 11. August nach Ecuador

Singen, helfen und wachsen

Vöhl-Buchenberg - Sie packt ihre sieben Sachen und schlägt ihre Zelte rund 10 000 Kilometer fern der Heimat auf: In elf Tagen startet Madeleine Hamel aus Buchenberg zum Freiwilligendienst in Ecuador.

Wo Ecuador auf dem Globus liegt, kann Madeleine Hamel inzwischen im Schlaf erklären. In elf Tagen wird sie den ersten Fuß auf das fremde Land setzen und ein neuer, spannender Lebensabschnitt beginnt. „Ich wollte irgendwo anpacken. Und ich wollte, dass es Sinn macht“, sagt die 23-Jährige. Nach dem Abitur an der Alten Landesschule 2012 entschloss sich die Buchenbergerin erst mal für ein Studium. Doch mit den Kultur- und Religionswissenschaften in Marburg wurde sie nicht glücklich. „Das war sehr theoretisch“, sagt sie. Dann erzählte ihr eine Freundin von dem Programm „Weltwärts“. „Ich wusste sofort: Das passt“, sagt Madeleine Hamel. Sie träumte von der großen, weiten Welt. Davon, etwas Neues zu sehen. „Ich hatte eine wirklich schöne Kindheit in Buchenberg“, sagt Madeleine Hamel, „jetzt zieht es mich hinaus.“ Mit „Weltwärts“ fand sie ein Programm, das zu ihr passt, das Raum für ihre eigenen Interessen lässt. „Ich singe gerne, gehöre zu zwei Chören, spiele Querflöte im Musikverein und habe mir Gitarrenspielen beigebracht“, erzählt die 23-Jährige. Und das ist an ihrem Einsatzort in Ecuador nun gefragt – in der Casa de la Cultura in der Provinz Santa Elena an der Südküste. In dem Kulturzentrum werden Kurse für Kinder angeboten, Konzerte veranstaltet und Menschen an Musik herangeführt. „Ich möchte auch die Künstler in der Region fördern“, sagt Madeleine Hamel. Vielleicht seien auch Gesangs-projekte gefragt, Gitarrenkurse oder auch Öffentlichkeitsarbeit. Umweltthemen stehen ebenso auf ihrer Agenda für den Freiwilligendienst. „Ich werde mich einfach darauf einlassen und sehen, was möglich ist“, sagt sie, „und ich bin mir sicher, dass ich auch selbst an dieser Arbeit wachsen kann.“ Spanisch hat sie in der Schule gelernt, ehrenamtliches Engagement kennt sie aus dem Jugendhaus und die Impfungen hat sie alle hinter sich gebracht. Und jetzt? Aufgeregt? „Das wechselt von Stunde zu Stunde“, sagt Madeleine Hamel lachend. Ecuador sei eine fremde Welt, weit weg. „Aber ich bin ja nicht alleine“, sagt sie. Schließlich würden noch 14 andere junge Leute mit „Weltwärts“ nach Ecuador reisen. Den größten Teil der Kosten übernimmt das Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung als Initiator des Programms. 25 Prozent werden durch Spenden getragen. Wer Madeleine Hamel bei ihrem Freiwilligendienst finanziell unterstützen möchte, kann sich per Mail an madeleine.hamel@gmx.de melden oder per Telefon an 0151/21639733.

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