Warm und viel Regen

So war das Wetter in Korbach: Hobby-Meteorologe Hans Krusche zieht Bilanz

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Hat das Wetter in Korbach im Blick: Hans Krusche.

Korbach. Im Garten in der Strother Straße dreht sich flink das kleine Windrad auf Hans Krusches Wetterstation. Das neue Jahr hat ganz schön stürmisch begonnen. Vor sich hat der Friseur im Ruhestand eine Mappe mit den Listen liegen, in die er auch 2017 wieder Tag für Tag alle Messdaten akribisch eingetragen hat.

Neben Temperatur, Luftdruck, Niederschlag misst er die Windgeschwindigkeit, schreibt auf, ob es Schnee oder Regen gab, ob es bewölkt oder sonnig war. Außerdem protokolliert der begeisterte Angler den Wasserstand im Edersee. Dreimal täglich liest er die Messgeräte ab, um 7 Uhr, um 12 Uhr und um 20 Uhr. Selbst die Urlaubsvertretung ist organisiert: „Wenn ich nicht da bin, machen das mein Sohn oder seine Lebensgefährtin“, sagt Krusche.

Wie war es also, das Wetter im Jahr 2017. „Sehr warm, dafür hat es aber auch etwas mehr geregnet“, sagt Krusche. Insgesamt hat er 769,4 Liter Niederschlag pro Quadratmeter gemessen, zum Vergleich: Im sehr trockenen Jahr 2016 waren es nur 583,5 Liter.

Frostiger Jahresbeginn

Knackig kalt startete das Jahr, mit teilweise strengen Nachtfrösten. Die tiefste Temperatur im Januar hat Krusche am 23. Januar um 7 Uhr morgens gemessen: Klirrende -13,1 Grad zeigte das Thermometer an. Im Februar war der Winter bereits auf dem Rückmarsch, keine einzige Schneeflocke fiel.

Der März war deutlich wärmer als im Vorjahr – 2,3 Grad mehr im monatlichen Mittel. Ende April folgte dann jedoch ein jäher Kälterückfall mit Temperaturen um die Gefriergrenze, der sich katastrophal auf die schon sehr weit fortgeschrittene Vegetation auswirkte. Nach nass-kühlem Beginn rollte bereits Ende Mai die erste Hitzewelle heran. Am 7. Mai kletterten die Temperaturen erstmals über 20 Grad, der 29. Mai war mit einer mittleren Temperatur von 25,6 Grad der wärmste Tag des Monats.

Der Juni präsentierte sich heiß, dabei herrschte zunächst Trockenheit. Im Juli und August fiel dann oft reichlich Niederschlag.

Tipps für die Urlaubsplanung

Mit insgesamt 123 Litern pro Quadratmeter war es im Juli richtig nass. Für die Urlaubsplanung in 2018 empfiehlt Krusche deshalb auch die ersten beiden Wochen im Juni oder Ende Juli, Anfang August. „In den letzten Jahren war der Juli meist der verregnetste Monat“, erklärt der Korbacher.

Der September verlief etwas zu kühl. Der Oktober gehörte dann wieder zu den wärmeren im Vergleich zu den Vorjahren. Im November zog das Sturmtief „Herwart“ über Korbach hinweg und legte den Bahnverkehr auf den Strecken von Korbach in Richtung Brilon Wald und Wolfhagen lahm.

Anfang November begann auch eine längere Niederschlagsperiode, die bis zum Jahresende anhielt. In der Adventszeit fiel schon etwas Schnee, der jedoch kurz vor Weihnachten wieder verschwand. Sehr mild verabschiedete sich das Jahr am 31. Dezember.

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