Zwölf neue Tischler und eine Holzbearbeiterin starten mit erfolgreicher Gesellenprüfung ins Berufsleben

Mit solider Grundlage in die Zukunft

Korbach - Mit der Freisprechung der Gesellen im Tischler- und Holzbearbeiter-Handwerk enden für 13 Auszubildende die Lehrjahre.

Eine ausgezeichnete Ausbildung im Handwerk sei stets „eine solide Grundlage für die Zukunft“, auf der gebaut werden könne, erklärte Karl-Martin Füllgraf, Obermeister der Tischler-Innung Waldeck-Frankenberg. „Heutzutage haben Meister ihre Ausbildungskosten schneller wieder in der Tasche, als es in akademischen Berufsfeldern der Fall ist“, berichtete er weiter und ermutigte die jungen Holzfachleute, den Schritt zur Meisterprüfung, zur Technikerausbildung oder einem Studium zu wagen, da solide Facharbeiter gesucht würden. Immer neue Werkstoffe und die Gestaltungsmöglichkeiten, die der Beruf des Tischlers biete, machten ihn so vielfältig und interessant. Stadtrat Reinhard Müllenhoff gratulierte im Namen der Stadt Korbach den zwölf Tischlergesellen und der Holzbearbeiterin zu einer erfolgreichen Ausbildung und wies auf die Wichtigkeit des Handwerks für die heimische Wirtschaft hin. In einer „Zeit des lebensbegleitendem Lernens“ dürften die freigesprochenen Gesellen jedoch keine Angst vor Neuem haben, da sich auch das Handwerk stetig weiterentwickele, unterstrich der Leiter der Beruflichen Schulen in Korbach und Bad Arolsen, Werner Schmal. Dass die freigesprochenen Gesellen ein sehr hohes Niveau haben, zeigten die Leistungen, bei denen entgegen dem Regelfall rund 90 Prozent im guten Bereich waren. Auch der Zusammenhalt untereinander und in den Lerngruppen sei erwähnenswert gut gewesen. Wolfgang Führer, Vorsitzender des Prüfungsausschusses, überreichte die Gesellenbriefe und Abschlusszeugnisse. Zuvor hatte Karl-Martin Füllgraf nochmals die Zusammensetzung der Gesellenprüfung erläutert. In einer theoretischen Prüfung hätten Aufgaben zum Thema „Reisebüro“ schriftlich wie zeichnerisch gelöst werden müssen. Bei der praktischen Prüfung war ein Schreibtisch mit Schubkasten zu bauen gewesen. Zuletzt sei das Gesellenstück nach eigenen Vorstellungen in die Bewertung mit eingeflossen. Die Sparkasse Waldeck-Frankenberg empfahl sich als Unterstützer des Handwerks. Geschäftsbereichsdirektor Martin Dörflinger verwies dabei auf die Renovierungsarbeiten in diesem Jahr, bei denen man besonderen Wert auf die enge Zusammenarbeit mit regionalen Betrieben gelegt habe. Sämtliche Möbel würden dabei von Tischlerbetrieben aus der Region gefertigt. So wolle man zu einer Arbeitsplatzsicherung beitragen, die letztlich allen Seiten zugute komme. Im Hinblick auf die Zuverlässigkeit und die stets sehr guten Ergebnisse sei das Zusammenwirken eine wirklich gute Sache. Mit Geldpreisen belohnte die Sparkasse den Innungsbesten Lukas Schneider von der Tischlerei Michael Kate aus Bad Arolsen, Levin Kottenstede von der LWL-Klinik Marsberg sowie Hendrik Wagener von der Heinemann Treppenbau GmbH aus Volkmarsen wurden als Innungszweite prämiert. In der Kategorie „Die gute Form“, bei der es neben der handwerklichen Ausführung des Gesellenstücks auch um die Designidee geht, konnte Kai Leithäuser von der Schreinerei Dirk Schlömer aus Diemelsee-Flechtdorf den Sieg einfahren. Mit einem Bildungsgutschein der Holzfachschule Bad Wildungen, von der ein Vertreter angereist war und über weitere Bildungsmöglichkeiten informierte, und einem Geldpreis der Sparkasse stehen ihm nun alle Türen offen. Hendrik Wagener von der Heinemann Treppenbau GmbH aus Volksmarsen erhielt für seine guten Leistungen im Wettbewerb „Die gute Form“ eine Belobigung. Insgesamt war besonders die Eigenständigkeit und Individualität aller Gesellenstücke hervorzuheben.

Folgende Auszubildenden haben ihre Abschlussprüfung erfolgreich mit Erhalt des Gesellenbriefs bestanden: Holzbearbeiterin: Alexandra Keßler (Berufsförderungswerk für Handwerk und Industrie, Frankenberg). Gesellenprüfung im Tischler-Handwerk: Mert Akdeniz (Berufsförderungswerk des Handwerks, Korbach), Rudolf Böttcher ( Wulf Isenberg, Twistetal-Berndorf), Patrick Harras (Michael Haubrich, Korbach-Hillershausen), Viktor Judin (Wilke Werkstätten GmbH & Co. KG, Willingen-Usseln), Dennis Karl Köhler (Fred und Oliver Heckmann, Korbach), Levin Kottenstede (LWL-Klinik Marsberg), Kai Leithäuser (Dirk Schlömer, Diemelsee-Flechtdorf), Daniel Menzel (Berufsbildungswerk Nordhessen, Bad Arolsen), Dominik Papadopoulos (Füllgraf GmbH & Co., Bad Arolsen), Raphael Rose (Berufsbildungswerk Nordhessen, Bad Arolsen), Lukas Schneider (Michael Kate, Bad Arolsen), Hendrik Wagener (Heinemann Treppenbau GmbH, Volkmarsen). Innungsbester: Lukas Schneider (Michael Kate, Bad Arolsen). Innungszweite: Levin Kottenstede (LWL-Klinik Marsberg) und Hendrik Wagener (Heinemann Treppenbau GmbH, Volkmarsen). Belobigung „Die gute Form“: Hendrik Wagener (Heinemann Treppenbau GmbH, Volkmarsen). Sieger „Die gute Form“: Kai Leithäuser (Dirk Schlömer, Diemelsee-Flechtdorf).

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