Sachsenberg: Echte Indianer im Kindergarten

Sonnenkrieger und Comanche

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Lichtenfels-Sachsenberg - Mais, Tomate, Schokolade: Das indianische Kulturgut ist auch im deutschen Alltagsleben allgegenwärtig. Doch einen leibhaftigen Indianer haben die wenigsten je getroffen. Die Kinder aus Sachsenberg und Neukirchen gestern schon.

Es dauert nicht lange, da muss der Erste kurz mal raus. In der Mitte steht er, der Sonnenkrieger, und beeindruckt nicht nur die Jungen und Mädchen. Der Federschmuck verleiht ihm eine gewaltige Aura. Lendenschurz umgegurtet, Rasseln an den Beinen, Schmuck und Schild am Körper: Da müssen die Erwachsenen und Kinder doppelt hinschauen. Zu den Trommelschlägen seines Begleiters tanzt der Krieger aus dem mexikanischen „Tal des Todes“ den Sonnentanz.

Miguel Toltekayotzin ist ein wirklicher Indianer, kein längst tot geglaubtes Fossil, sondern ein leibhaftiger Teil der mexikanischen Kultur. Zusammen mit Mario Tränkler, der ebenfalls indianische Wurzeln hat, bringt er in rund einer Stunde den Kindern die indianische Kultur näher, lässt sie mitmachen, mittanzen und miterleben.

„Wir machen hier keine Show“, stellt Tränkler zu Beginn klar, „dies ist eine Zeremonie.“ Es soll kein Abziehbild sein, was die Anwesenden in der Knöchelhalle gezeigt bekommen, sondern ein richtiger Einblick.

Tränkler bezeichnet sich als „Sauerländer Comanche“; sein Vater war im Zweiten Weltkrieg nach Deutschland gekommen und hatte seine indianischen Traditionen bewahrt. Mit viel Liebe für die Kultur und für die Kinder gibt sein Sohn „Tona“ ein halbes Jahrhundert später sein Wissen weiter.

Mehr lesen Sie in der WLZ vom Samstag, 25. Februar.

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