Internationaler Frauentag in Korbach widmet sich Thema „Familie, Beruf und Burn-out“

Spagat zwischen Familie und Beruf

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Ein Netzwerk, das sich stark macht für Frauen: Gemeinsam laden Frauenbüro, Fachdienst, Agentur für Arbeit und Kirchengemeinde zum Frauentag ein.

Korbach - Zum Internationalen Frauentag am 8. März lädt ein großes Netzwerk, das sich Gleichberechtigung auf die Fahnen geschrieben hat, zu Vortrag und Gesprächen ein. Im Mittelpunkt steht dann der Spagat zwischen Familie und Beruf.

Den Arbeitsalltag meistern, die Kinder zum Turnen fahren, die Pflege der Eltern übernehmen und den Haushalt bewältigen: Frauen geraten als Managerinnen zwischen Familienarbeit und Beruf an ihre Grenzen, und der Spagat macht sie krank. Das sei keine neue Entwicklung, sagt Marie-Luise Briel vom Diakonischen Werk, die seit 20 Jahren Frauen berät. „Wir haben heute aber eine Sensibilität entwickelt, über eigene Befindlichkeiten nachzudenken“, ergänzt Annette Maraun-Brüggemann vom Fachdienst Gesundheit, „und wir haben dieser Krankheit einen Namen gegeben“.

Und so widmet der Fachdienst gemeinsam mit den Frauenbüros, der Agentur für Arbeit und der evangelischen Kirchengemeinde den Internationalen Frauentag am 8. März in Korbach dem Thema „Managerin zwischen Familienarbeit und Beruf? Wie Sie Mehrfachbelastungen meistern und Burn-out vorbeugen“. Der Nachmittag unter dem Titel „Kaffee und mehr“ beginnt um 15.30 Uhr im Kiliansgemeindehaus. Der Eintritt ist frei.

Die Veranstalter stützen sich dabei auf ein starkes Netzwerk, zu dem auch Beratungsstellen der katholischen Kirche, der Caritas und Diakonie gehören. Auch eine Heilpraktikerin und das DHB-Netzwerk Haushalt sitzen mit im Boot. Gemeinsam wehren sie sich gegen die fehlende Wertschätzung in der Gesellschaft, der sich viele Frauen, die Familie und Beruf unter einen Hut bringen wollen oder müssen, ausgesetzt fühlen. „Burn-out ist auch eine Folge dieser fehlenden Wertschätzung“, sagt Annette Maraun-Brüggemann.

Nach einem Referat von Petra Sonnauer, ärztliche Leiterin der Vitos Tagesklinik, besteht am 8. März Gelegenheit zum Gespräch. Je nach Interesse können die Frauen eines der Gesprächsangebote der Netzwerkmitglieder wahrnehmen. „Wir wollten ein niederschwelliges und kostenloses Angebot schaffen, wo sich Frauen mit dem Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie aufgehoben fühlen“, sagt Beate Friedrich vom Frauenbüro. Tipps, um dem Burn-out vorzubeugen, sollen ebenso thematisiert werden wie etwa spirituelle Möglichkeiten, um den Belastungen zu begegnen. Während das Arbeitsamt Frauen beim Wiedereinstieg in den Beruf helfen will, widmet sich das Netzwerk Haushalt Familien, die praktische Hilfe bei der Haushaltsführung brauchen. Die Vertreter der Beratungsstellen bieten Gespräche etwa zu Familienkonstellationen, Pflegesituationen oder Mutter-Kind-Kuren an.

Anmeldungen zum Frauentag und für die Kinderbetreuung werden unter Telefon 05631/954318 erbeten.

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