Heimgeleuchtet

Sparkonzerte

- Im Symphonieorchester fürs Sparkonzert da oben in unserem Rathaus hat sich ein wahrer Virtuose neu herauskristallisiert. Stefan Bublak spielt im Bauamt die erste Geige und hat es mit seinen Kollegen fertiggebracht, die Kosten für ein neues Gewerbegebiet um über 20 Prozent zu drücken.

Statt knapp 3,5 Millionen Euro soll die Erschließung mit Kanälen, Leitungen und Straßen auf dem Terrain an der Raiffeisenstraße nur noch 2,7 Millionen Euro kosten. Mehr noch: Die Stadt kann sogar auf eine zunächst erhoffte, dann jedoch abgelehnte Förderung der Landesregierung von einer Viertelmillion Euro getrost verzichten.

Die Devise im Bauamt hieß schlicht und ergreifend: Na ja, wir haben noch mal mit spitzem Bleistift nachgerechnet. Statt Jubelorgien schlug dem Bauamtsleiter und dem Bürgermeister im Finanzausschuss des Parlaments dennoch eher Skepsis entgegen: Wenn bei einem solchen Projekt schon so viel Kohle zu holen ist, dann müssten doch eigentlich sämtliche Bauvorhaben der Stadt noch mal einer eingehenden Prüfung unterzogen werden, bohrte die SPD argwöhnisch nach. Vielleicht hätte die Stadtverwaltung dann sogar auf das aktuelle Sparpaket mit all den unpopulären Einschnitten und Steuererhöhungen für die Bürger verzichten können.

Vielleicht wäre sogar der Hallenbadbau viel günstiger und besser geworden, hätte das Korbacher Bauamt den Bademeister gespielt – und kein Generalplaner aus Gotha. Aber dafür ist es nun zu spät. Andere externe Einnahmequellen wären aber für die Hansestadt noch möglich: Warum übernimmt das Korbacher Bauamt auf Provisionsbasis nicht die Regie beim Berliner Flughafen – oder bei der Elbphilharmonie in Hamburg? Das könnten wahre Goldgruben werden …

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