„Unser Dorf hat Zukunft“: Kommision in Basdorf und Schmittlotheim

„Spüren Sie den Geist unseres Dorfes“

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Basdorf und Schmittlotheim sind beim Landesentscheid des Wettbewerbs "Unser Dorf" im Rennen. In Schmittlotheim empfingen die Gastgeber die Kommission auf dem Weinberg.

Basdorf/Schmittlotheim - Elf Kommissionsmitglieder, zwei Stunden und hunderte Einwohner auf den Beinen: Der Landesentscheid des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ sorgte in Schmittlotheim und Basdorf am Mittwoch für einen Ausnahmezustand - dazu kamen heiße Temperaturen.

Max und Patricia haben heute schulfrei: Schließlich haben sie die hochoffizielle Aufgabe, an diesem Mittwochmorgen die Mitglieder der wichtigen Kommission zu begrüßen, die Basdorf unter die Lupe nimmt. Nachdem sich ihr Heimatort im vergangenen Jahr beim Regionalentscheid des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ durchgesetzt hatte, treten sie nun landesweit gegen sieben andere Dörfer an, die noch in der Dorferneuerung stecken.

Nach dem Besuch der Regionalkommission im vergangenen Jahr sind die Basdorfer um Ortsvorsteher Eberhard Lamm das Prozedere längst geübt. Zwei Stunden haben sie Zeit, um den Vertretern von Regierungspräsidien, Verbänden, Kirche und Ministerien die Schokoladenseiten des Dorfes zu zeigen. Dieses Mal scheint die Sonne - nachdem es im vergangenen Jahr bei der Bereisung in Strömen geregnet hatte.

Und Basdorf wartet mit allem auf: begeisterte Vereinsvertreter, Holzexperte Andreas Mitze, Bernd Höhle und den Feuerwehrteich, Fritz Schäfer samt Hutewald, Philipp Höhle mit Tochter Lia, der vom Leben der ganzen Familie in Basdorf erzählt, Pferdezüchter Heinrich Göbeler, Christian Höhle und seine Sonderkulturen, Willi Mitzes Schreinerei, Andrea Beranek und ihre Fruchtweinkellerei und schließlich Einwanderer Carl Denman. Als nach genau zwei Stunden die Kommission am Kirchplatz ankommt und von Auftritten des Chores und der Kindertanzgruppe, von duftendem Grillfleisch und Marmeladenbrot empfangen wird, da ist Kommissionsleiterin Hiltrud Schwarze sprachlos: „Und das passiert mir nicht oft“, sagt sie, „ich bin überwältigt“.

Gleich darauf geht‘s weiter nach Schmittlotheim: Es gelten die gleichen Regeln, der zweite Vöhler Ortsteil tritt allerdings in einer anderen Gruppe an. Auch hier warten sieben Konkurrenten, die sich beim jeweiligen Regionalentscheid durchgesetzt haben. „Spüren Sie den Geist unseres Dorfes“, lädt Ortsvorsteherin Kerstin Ziegler die Kommissionsmitglieder ein, als sie den Weinberg erreichen. Hier, bei Winzer Anton Green und seinen Reben, beginnt der Rundgang durchs Dorf. „Wir wollen Ihnen zeigen, wie auch ein kleines Dorf zukunftsfähig sein kann“, sagt die Ortsvorsteherin und übergibt das Wort an Markus Knauer - der erst vom Planwagen aus und dann zu Fuß Schmittlotheims Geschichte(n) erzählt.

Die besondere Rolle am Rande des Nationalparks rückt dank Manfred Bauer und ET-Chef Claus Günther kurz in den Fokus, den Part Tourismus übernimmt Dirk Ulrich auf seinem Ferienhof, Rolf Zölzer erzählt von der Wiederansiedelung des Edelkrebses und Jost Kamm berichtet, warum er sich als junger Mensch für Schmittlotheim entschieden hat. Nach einer Stippvisite bei Hermann Buckert und Stephan Pfingst im Edeka-Markt geht es weiter zu Spielplatz und Pflegestation. Die Spuren des großen Jubiläums, das die Schmittlotheimer im vergangenen Jahr feierten, sind während des Sommerspaziergangs überall sichtbar.

Zum Abschied laden die Landfrauen die Mitglieder der Kommission, Landrat und Bürgermeister und alle Schmittlotheimer zum Kaffeetrinken ein. Es ist die letzte Station der Kommission vor der Entscheidung - die fällt am 13. Juli.

Von Theresa Demski

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