Korbach:

Stadt entwickelt „verbindlichen Planungsrahmen“ für Areal am Güterbahnhof

- Korbach. Investoren stehen schon in den Startlöchern, müssen sich aber noch gedulden: Die Stadt will erst den Rahmen dafür abstecken, was auf der Brachfläche am Güterbahnhof möglich sein soll.

Fachmärkte plus Büros, Grünflächen und Parkplätze oder gleich eine geballte „Shopping-Mall“ mit bis zu 8000 Quadratmetern Verkaufsfläche? Zwei neue Entwürfe fürs Terrain zwischen Kuhbach und der Straße „Am Hauptbahnhof“ sorgen seit Mitte September für Gesprächsstoff in Korbach (wir berichteten). Auf die ungeteilte Zustimmung der Stadtverordneten stößt indes keiner der beiden Vorschläge, die private Investoren aufs Tapet gebracht haben. Stattdessen wollen die Kommunalpolitiker zunächst ihre Vorstellungen formulieren. Ziel sei keine fertige Konzeption für das Areal, sondern ein „verbindlicher Planungsrahmen“, erläuterte Marc Müllenhoff (CDU) am Donnerstag in der Stadtverordnetenversammlung den Antrag der Koalition, der von allen Fraktionen einmütig unterstützt wurde. „Das ist auch ein bewusstes Signal an den Investor, dass wir nicht alles mitmachen“, sagte Helmut Schmidt. Der SPD-Mann machte auch deutlich, wo es seiner Ansicht nach lang gehen soll: Entstehen dürfe „kein von der Innenstadt abgeschottetes Subzentrum.“ Die Anbindung an die Fußgängerzone müsse gewährleistet sein. Daniel May (Grüne) lehnte eine großflächige „Shopping-Mall“ ab: „Ich will den Riesenklotz nicht“. Eine kleinteilige Bebauung sei ihm „sympathischer“.

Mehr in der WLZ-Zeitungsausgabe vom 9. Oktober.

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