Mehr Kontrollen in der Stadt

Für ein sauberes Korbach: Kippen hinwerfen kostet

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Jeder soll mithelfen, die Stadt sauber und ansprechend zu halten: Dafür werben nun neue Schilder, hier präsentiert von (von links) dem Ordnungspolizeibeamten Michael Gressler, Bürgermeister Klaus Friedrich und Ordnungsamtsleiter Carsten Vahland.

Korbach. Wer seine Zigarettenkippen achtlos auf den Boden fallen lässt, meint das womöglich nicht böse. Dennoch trägt das zu mehr Müll auf den Straßen und einem unschönen Stadtbild bei. Darüber hinaus schadet es der Umwelt.

Die Stadt Korbach will darauf aufmerksam machen, damit die Menschen helfen, die Innenstadt sauber und ordentlich zu halten. Dafür werden jetzt in der Fußgängerzone und an den Grünanlagen Hinweisschilder aufgehängt.

Diese zeigen auch deutlich, dass gegen die Regeln verstößt, wer Müll und Dreck auf den Straßen hinterlässt. Es drohen Bußgelder.

Die örtliche Gefahrenabwehrverordnung, auf deren Basis solche „Fehlverhalten“ bestraft werden können, besteht schon lange. Doch jetzt will die Stadt konsequenter durchgreifen. Daher sollen Ordnungspolizeibeamten künftig verstärkt kontrollieren, kündigt der Bürgermeister Klaus Friedrich an.

Wer Kleinstmüll wie Papier, Flaschen und Verpackungen außerhalb der Mülleimer entsorgt, zahlt 30 Euro. Bei Kaugummi und Zigarettenkippen fallen 50 Euro an. Hundekot, der nicht entsorgt wird, kostet den Halter 100 Euro.

Es sei eine Frage von Zivilcourage, andere auf ihr Fehlverhalten hinzuweisen und selbst darauf zu achten, damit Menschen sich im öffentlichen Raum wohlfühlen können. „Wir wollen die Bürger mitnehmen und dafür sensibilisieren, ihren Müll richtig zu entsorgen“, sagt Carsten Vahland, Leiter des Ordnungsamtes. Daher setze die Stadt auf freundlich gestaltete Hinweisschilder.

Aktionsplan soll Stadtbild aufhübschen

Die Schilder sind Teil eines Aktionsplanes, der das Stadtbild „aufpolieren“ soll. Dazu zählte auch eine Woche der Zivilcourage im September. Außerdem kontrolliere die Polizei verstärkt in der Stadt, vor allem nachts. Mehr Sicherheit sollen auch „Videoschutzanlagen“ – Überwachungskameras – am Busbahnhof ZOB sowie im Parkhaus Flechtdorfer Straße bringen. Zudem gebe es mittlerweile in der Innenstadt deutlich mehr Müllbehälter.

Der Aktionsplan lebe davon, dass die Allgemeinheit ihn unterstütze. Deshalb könne die Verwaltung auf Missstände angesprochen werden, und es gibt einen „Mängelmelder“ unter: korbach.de

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