Korbach. Haftungsrechtliche Fragen stehen einer Schlittschuhbahn noch entgegen

Stadt prüft neue Eiszeit auf der Hauer

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- Korbach (lb). Die Chancen, dass es noch in diesem Winter in Korbach wieder eine Eisbahn gibt, stehen nicht schlecht: „Wir prüfen derzeit die Hauer, was noch fehlt, ist der Frost“, sagt Bürgermeister Klaus Friedrich.

Sollten die Temperaturen über einen längeren Zeitraum unter den Gefrierpunkt fallen, soll ein Testlauf beginnen. Das Problem: „Die haftungsrechtlichen Anforderungen haben sich verschärft. Früher hat man das einfach gemacht, heute steht die optimale Sicherheit im Vordergrund“, erklärt Friedrich. Stimmen die Bedingungen auf der Hauer auch aus Sicht der Versicherung, dürfen sich auch die Korbacher die Kufen unter die Füße schnallen und übers Eis flitzen. „Wir sind seit Jahren an dem Thema dran“, sagt Friedrich. Zuletzt gab es 2006 einen Versuch, auf dem Inlinehockey-Platz in der Allee eine Eisfläche zu präparieren. 30 000 Liter Wasser waren dafür notwendig, doch die Bahn wurde vom Schnee zerstört:

Das Wasser-.Schnee-Gemisch bildete Bläschen, die Fläche wurde uneben. Zudem habe der Platz ein zu hohes Gefälle, so der Bürgermeister. Auch die Teiche im Stadtpark und im Schießhagen fielen aus dem Raster: „Sie sind zu tief. Kinder könnten ins Eis einbrechen“, sagt Friedrich. Die Stadt setzt aber weiter auf natürlichen Frost, alles andere sei „kostenmäßig nicht darstellbar“, so das Stadtoberhaupt. Andere Wege gehen die Städte Frankenberg und Marburg. Bis zu 20 000 Besucher in der Saison lockt seit sieben Jahren der „Eispalast“ in Marburg. Die Kunsteisbahn unter einem Zeltdach wird im Winter in Zusammenarbeit mit einem örtlichen Schausteller aufgebaut. Die Universitätsstadt lässt sich das winterliche Vergnügen jährlich 13 000 Euro kosten – davon 8000 Euro als Betriebskostenzuschuss und 5000 Euro für Werbung. Der Rest wird durch Sponsoren und Eintrittsgelder finanziert. Der „Eispalast“ kann auch gemietet werden, etwa für Firmenfeiern.

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