Korbach

Stadtbus: Bürgermeister lässt alle Fahrzeuge zusätzlich überprüfen

- Korbach (r/jk). Die Stadt hat den heimischen Busunternehmer aufgefordert, innerhalb einer Woche alle Stadtbusse einer zusätzlichen Sicherheitsprüfung zu unterziehen. Am Freitagabend gegen 20 Uhr hatte ein Stadtbus auf der Stechbahn an der Hinterachse links die Räder verloren.

„Beim Thema Sicherheit lassen wir keinerlei Toleranzen zu“, erklärte Bürgermeister Klaus Friedrich nach dem Unfall des Stadtbusses. Zunächst sei das Wichtigste, dass keine Personen verletzt wurden – weder Fahrgäste, noch Passanten und der Busfahrer. Allerdings müssten die Umstände im Detail umgehend geklärt werden, betonte der Rathauschef: „Rechtliche Konsequenzen sind daher nicht auszuschließen.“

Der Unfall mit dem Stadtbus habe die Stadt „schon sehr überrascht“. Seit 2007 werde der Stadtverkehr alle drei Monate durch ein externes Unternehmen geprüft, damit auf etwaige Mängel reagiert werden könne. Bislang sei es bei Nachbesserungen jedoch ausschließlich um „Qualitätsstandards“ gegangen. Die Sicherheit stehe im Blickpunkt bei den Kontrollen. „Das geht jedoch nicht so weit, dass die Festigkeit der Radmuttern überpfüft wird“, erläuterte Friedrich.

Sensibilisiert durch Vorfälle im Kasseler Raum habe sich die Stadt Korbach vorigen Herbst alle technischen TÜV-Gutachten für die im Stadtverkehr eingesetzten Busse vorlegen lassen. Dabei habe es keinerlei Beanstandungen gegeben. Die eingesetzten Busse seien erstmals 2006 und 2007 zugelassen worden. Nur der Reservebus sei schon seit 2000 in Betrieb. Zudem verfüge das Unternehmen über ein gültiges Sicherheitszertifikat der DEKRA. Damit habe die Stadt alle erdenklichen Vorkehrungen für die Sicherheit getroffen.

Dennoch sei der Unfall, „der nicht passieren durfte“, geschehen, bedauert der Bürgermeister. Noch am Freitagabend sei das Ordnungsamt eingeschaltet worden. Am Samstag habe die Stadt das Unternehmen aufgefordert, innerhalb einer Woche alle eingesetzten Busse einer zusätzlichen Sicherheitsprüfung zu unterziehen. „Hinsichtlich der offensichtlichen Wartungsmängel erwartet die Stadt eine schriftliche Stellungnahme des Unternehmens, betont Bürgermeister Friedrich. Danach werde der Magistrat der Stadt über weitere rechtliche Konsequenzen entscheiden.

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