Kompromiss deutet sich an

Stadtpark in Korbach: Neuer Platz für Pergola gefunden

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Platz für die Pergola: Auf der Grünfläche zur Fußgängerzone hin könnte der Pfeilergang aufgestellt werden.

Korbach – Ein Kompromiss für die Pergola ist in Sicht: Der fast 90 Jahre alte Pfeilergang könnte ans andere Ende des Stadtparks Richtung Fußgängerzone versetzt werden.

Der aktuelle Entwurf für den Stadtpark-Umbau sieht noch vor, dass die in den 1930er-Jahren errichtete und später umgebaute Pergola am Parkeingang an der Strother Straße entfernt wird. Das hatte zuletzt bei einigen Korbachern für Unmut gesorgt. Sie forderten, das Bauwerk zu erhalten (wir berichteten).

Im Haupt- und Finanzausschuss in der vergangenen Woche hatte Landschaftsarchitekt Frank Flor vom Kölner Planungsbüro „Club L94“ klargestellt, dass die Pergola „auf keinen Fall“ in diesem Bereich bleiben, er sich aber eine Versetzung vorstellen könne. „Wir wollen einen neuen, zeitgemäßen Stadtpark präsentieren.“

Wie ein Kompromiss aussehen könnte, erläuterte Bauamtsleiter Stefan Bublak am Donnerstag in der Stadtverordnetenversammlung. Teile der Pergola könnten ans andere Ende des Stadtparks Richtung Fußgängerzone versetzt werden. Sei das bautechnisch nicht möglich, könne eine Rekonstruktion aufgebaut werden, sagte Bublak.

„Die Pergola hat zweifelsfrei einen Charme“, gestand der Bauamtsleiter ein. Doch an seiner jetzigen Stelle bringt das Bauwerk aus Sicht der Planer viele Probleme für das neue Stadtpark-Konzept mit sich. Zum einen gibt es Bedenken aus gestalterischer Sicht: Der offene, unverstellte Blick in den Park sei wichtig und prägend für den gesamten Entwurf, sagte Bublak. Zum anderen soll die untere Hälfte des Stadtparks künftig verstärkt für Veranstaltungen genutzt werden – mit entsprechender Infrastruktur für die Veranstaltungstechnik.

Dafür muss nicht nur Platz im Park vorhanden sein, sondern auch eine entsprechende Zufahrt für die Anlieferung. „Entscheidend ist, wie man die Bühnen in den Stadtpark bekommt“, sagte Bürgermeister Klaus Friedrich.

Einen Kompromiss haben Planer und Stadtverordnete auch in Sachen Teich gefunden: Bei einem Ortstermin am 7. März mit dem Landschaftsarchitekten haben die Korbacher Parlamentarier mehrere Varianten auf dem Gelände abgesteckt und diskutiert. Das Ergebnis: Der Teich soll nun ein ganzes Stück kleiner werden als ursprünglich geplant. Statt 1720 Quadratmetern umfasst er in der aktuellen Version nur noch 1440 Quadratmeter. Vergleichsweise zufrieden zeigte sich Henrik Ludwig (SPD) mit der gefundenen Lösung: „Der Stadtpark soll eine Begegnungsstätte sein. Diesem Ziel sind wir doch schon ein wenig näher gekommen.“

Rund 25 000 Euro alle drei Jahre wird die Unterhaltung des Teiches kosten. Danach hatte Axel Krüer (Aktive Bürger) gefragt. Die Wasserfläche habe allerdings auch „eine besondere Wertigkeit für das Kleinklima“ in der Stadt, machte Friedrich deutlich. Krüer regte außerdem an, die Bürger in Informationsveranstaltungen über die weiteren Planungen zu unterrichten.

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