Korbach/Lichtenfels

Standesbeamte arbeiten zusammen

- Korbach/Lichtenfels (tk). Der interkommunale Zusammenarbeit im Service-Verbund Eisenberg wird um eine Aufgabe erweitert. Die Standesämter der beiden Städte Korbach und Lichtenfels arbeiten enger zusammen.

Bürger­meister Uwe Steuber und sein Amtskollege Klaus Friedrich stellten das Kooperationsmodell am Donnerstag im Rathaus der Kreisstadt vor. Praktisch sieht es so aus, dass die Korbacher Standesbeamtin Hannelore Kluß auch in Lichtenfels Sterbefälle, Eheschließungen und Geburten beurkundet. Sie übernimmt damit bei Bedarf die Vertretung ihrer Kollegin Sabine Kesting. Denn nur bestellte Beamte können die notarähnlichen Aufgaben erledigen. Sie unterliegen einem Diensteid, führen ein eigenes Siegel und benötigen für ihre Tätigkeit profundes Fachwissen, wie Amtsleiter Carsten Vahland betonte. Als zwei Mitarbeiter im Goddelsheimer Rathaus aus dem Dienst ausgeschieden sind, habe sich dieses Modell angeboten, erklärte Bürgermeister Steuber. Es sichere dauerhaft die Existenz eines eigenen Standesamtsbezirks zwischen Immighausen und Neukirchen. Rund 15 000 Euro Personalkosten pro Jahr spare die Stadt Lichtenfels zunächst durch diese Kooperation ein. Die „Einsätze“ der Korbacher Standesbeamtin würden allerdings in Rechnung gestellt. Im letzten Jahr wurden im Standesamtsbezirk Lichtenfels 45 Sterbefälle und 15 Eheschließungen beurkundet, in Korbach waren es 386 Sterbefälle und 109 Eheschließungen. Die Zusammenarbeit folge laut Bürgermeister Friedrich dem Leitgedanken, die Interessen der sieben Städte und Gemeinden im Service-Verbund zu bündeln, die Leistungsfähigkeit der kleineren Kommunen zu erhalten und damit Pflichtaufgaben kostengünstiger zu erfüllen. „Ihr spart, wir gewinnen“, fasste der Korbacher Bürgermeister die Vorteile für beide Kooperationspartner zusammen. Vor allem profitierten die Bürger beider Städte von den nunmehr erweiterten Sprechzeiten zweier für sie zuständiger Standesämter.

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