Adorfer Liedertafel feiert 136. Stiftungsfest

Stars und Sternchen auf der Showbühne - Bildergalerie

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Beim Stiftungsfest geben die Sänger der Liedertafel Adorf mit ihrem Chorleiter Sergej Fomin einen Einblick in ihre musikalische Arbeit.

Diemelsee-Adorf - Karneval ist zwar schon vorbei, beim Stiftungsfest in der Linde hat es die Adorfer „Liedertafel“ am Samstagabend aber noch mal kräftig krachen lassen. Das Fest steht für feinen Chorgesang und deftigen Humor gleichermaßen.

Im Mittelpunkt steht jedoch der Gesang. „Unsere Liedvorträge sind der eigentliche Schwerpunkt, wir wollen unseren Gästen einen Querschnitt unserer musischen Arbeit vorstellen“, erklärte Vorsitzender Klaus Pohlmann. Dazu gehören Stücke wie die „Lieder der Liebe“ von Manfred Bühler, „Weinland“ von Robert Pracht oder das „Rheinische Fuhrmannslied“ von Paul Zoll. Humorvoll forderten die Sänger „Lisa“ im gleichnamigen Lied auf: „Schenk der Reserve noch ein Himbeerwasser ein“. Beethovens „Die Himmel rühmen“ und das Seemannslied „Santiano“ brachte dem Chor viel Applaus und Rufe nach einer Zugabe ein. Die wurde mit „Heute ist ein herrlicher Tag“ auch prompt geliefert.

Ehrungen gab es für zwei langjährige Mitglieder der „Liedertafel“, beide konnten aus gesundheitlichen Gründen aber nicht beim Stiftungsfest dabei sein. Seit 40 Jahren ist Helmut Brüne dem Verein treu, seit 1975 singt er im zweiten Bass. Dafür wird Brüne mit der silbernen Ehrennadel ausgezeichnet. Die bronzene Ehrennadel erhält Wilhelm Kleh für 25-jährige Mitgliedschaft. Er singt seit 1990 im zweiten Tenor und ist seit 15 Jahren Notenwart.

Mit einem Sketch eröffnete dann die Landjugend das Showprogramm: Beim Bewerbungsgespräch hatten dank „Lügendetektor 3000“ kleine und große Flunkereien keine Chance. Ob am Klavier oder im Bademantel: als Udo Jürgens machte Toni Willeke anschließend eine gute Figur. Seine Sangesbrüder setzten dazu die Hits wie „Aber bitte mit Sahne“ oder „Mit 66 Jahren“ in schrillen Kostümen augenzwinkernd in Szene.

Premiere feierte das „Chörchen“ mit witzigen Schlagern wie „Schnucki, ach Schnucki“. Aus einer Laune heraus gründeten die Sänger 2008 die zwölf Mann starke Vokalgruppe. „Ziel ist, die Liedertafel zu unterstützen und auf den Chorgesang aufmerksam zu machen. Vielleicht gelingt es ja, neue Sänger für den MGV zu gewinnen“, erklärte Pohlmann. Zum Abschlusssong „Currywurst“ servierte Lindenwirt Bernd Becker den Sängern die würzige Ruhrpottspezialität stilecht in Pappschalen.

Adorfer Bauernklatsch nahm anschließend wieder die Landjugend auf die Schippe. Ralf Meier und Andreas Werner sorgten für einen umjubelten Auftritt als „Klaus und Klaus“ und beim „Regenlied“ mit Bernd Pohlmann als Heinz Erhard und Fritz Steinhard als Rudi Carell blieb nicht nur kein Auge trocken. Zwischen den Beiträgen und nach dem Showprogramm spielte die Kapelle „Swinging Generation“. (lb)

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