Telekom schließt Netzausbau ab - Zwei Millionen Euro investiert

Startschuss für schnelles Internet

Korbach - Das Internet in Korbach wird rasend schnell: Rund zwei Millionen Euro hat die Telekom in den Ausbau des Ortsnetzes investiert, am 29. September geht die neue Technik an den Start.

Korbach. Fast 50 Kilometer neue Glasfaserleitungen hat die Telekom seit November 2013 durch den Korbacher Untergrund gezogen – in der Kernstadt, aber auch in Rhena, Lelbach, Lengefeld, Ober-Ense, Nieder-Ense, Nordenbeck und Meineringhausen. Auch in Berndorf und Dorfitter hat der Konzern das Glasfasernetz ausgebaut. Die Telekom-Mitarbeiter Franz Zimmermann und David Schmidt stellten das Projekt am Mittwoch im Rathaus vor: Insgesamt zwei Millionen Euro hat das Unternehmen investiert. 97 der alten grauen Verteilerkästen an den Straßen sind umgerüstet worden, davon sind 63 sogenannte Multifunktionsgehäuse mit spezieller Technik für jeweils 25 000 Euro. An 96 Prozent aller Anschlüsse in der Kernstadt und den erschlossenen Ortsteilen ist nun VDSL verfügbar. Rund 12 000 Haushalte können theoretisch die schnellen Anschlüsse nutzen. Die VDSL-Technik ermöglicht Bandbreiten von 25 bis 50 Megabit pro Sekunde. Noch schneller wird es mit dem neuen DSL-Standard Vectoring. Damit wird die Telekom die Maximalgeschwindigkeit für Privatkunden-VDSL-Anschlüsse im Korbacher Ortsnetz weiter auf maximal 100 Megabit pro Sekunde im Download und satte 40 Megabit im Upload beim Verschicken von Daten anheben. Mit der Vectoring-Technik schaltet der Bonner Konzern mögliche Störungen bei der Datenübertragung in Kupferkabeln aus. Damit bieten bereits zwei Unternehmen schnelles Internet in Korbach an. Ende 2012 hatte der Kabelnetzbetreiber „Unitymedia“ sein neues Hochgeschwindigkeitsnetzwerk in der Kernstadt und etlichen Korbacher Ortsteilen ausgebaut. Für Bürgermeister Klaus Friedrich steht damit fest: „Korbach hat sein Ziel erreicht: schnelles Internet für alle.“ Thorsten Peper, DSL-Beauftragter der Stadt, erläuterte: Wo die kabelgebundenen Angebote von Telekom und Unitymedia nicht funktionierten, gebe es spezielle Funklösungen, oder die Haushalte würden über den Mobilfunkstandard LTE versorgt. Sollte es dennoch Probleme geben, sei die Abteilung Stadtentwicklung und Infrastruktur im Rathaus Ansprechpartner (Thorsten Peper, Wolfgang Saure). Um die schnelleren Anschlüsse der Telekom nutzen zu können, müssen die Kunden selbst aktiv werden und einen Auftrag erteilen – entweder über die Internetseite oder Telefon-Hotline der Telekom oder im T-Punkt in der Professor-Bier-Straße. Das ist schon jetzt möglich. Bearbeitet würden die Aufträge erst ab dem 29. September, bis der schnelle Anschluss freigeschaltet werde, dauere es dann noch mal fünf bis 14 Tage, erklärte Schmidt. „Die meisten Kunden werden einen neuen Router brauchen“, sagte der Telekom-Mitarbeiter. Dafür gebe es als Einführungsangebot einen Hardware-Bonus von 120 Euro.Die Telekom wird in den kommenden Wochen in Bürgerinformationsveranstaltungen über die neue Technik informieren. Mitarbeiter der Firma Ranger werden außerdem von Haustür zu Haustür gehen und im Auftrag der Telekom Beratung anbieten. Die Mitarbeiter können sich entsprechend ausweisen. Von Lutz Benseler

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