Lichtenfels

„Stellen Licht zu oft unter den Scheffel“

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- Lichtenfels-Münden (den). „Unser Dorf hat Zukunft“ – davon sind die Mündener fest überzeugt. Am Dienstag fühlten sie ihrem Heimatort auf den Zahn, um Schwächen zu beseitigen und Stärken herauszustellen.

Der Blick von außen sollte den Mündenern bei der Vorbereitung auf den Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ (siehe Hintergrund) helfen. Sigrid Göbel machte sich deshalb mit 15 Teilnehmern rund drei Stunden lang auf den Weg durch den Ort. Die Expertin für Dorfentwicklung beim Landkreis lobte Gelungenes, spornte zu neuen Maßnahmen an und hob Verbesserungspotenziale hervor. Ortsvorsteherin Angela Scheuermann notierte viele Vorschläge; die weiteren Experten für die Vereine und Gruppierungen im Ort hörten aufmerksam zu und gaben Stichworte zu den einzelnen Stationen.

Beispiel Ortsdurchfahrt: Sigrid Göbel wünscht sich mehr Grün und mehr Gestaltung in der Dalwigksthaler und Medebacher Straße. Der Altkleidercontainer sollte ihrer Meinung nach weichen. Lob gab es für die große Freifläche an der Ecke zum Birkenweg.Ein oder zwei Bäume an der richtigen Stelle würden aber für mehr Auflockerung sorgen, so der Gast aus dem Kreishaus. Als Schmuckstück erwies sich die Umgebung rund um das alte Pfarrhaus. Das renovierte Gebäude, in dem Kindergarten, Jugendraum und ein mietbarer Partyraum Platz finden, zeigt sich in bestem Zustand. Die Natursteinmauer samt Zaun, der Spielplatz und der im Rahmen der Dorferneuerung neu angelegte Parkplatz ergeben nach Ansicht von Sigrid Göbel ein gelungenes Konzept. Die Baumelbank an der alten Luthereiche kommt als kleines Extra noch hinzu.

Auch rund um die Kirche und die alte Schule zeigen sich die Mündener gut aufgestellt – wenn auch ein neuer Baum neben dem Hauptportal des Gotteshauses gepflanzt werden sollte. Das alte Gefrierhaus, der ehemalige Kindergarten und der Sportplatz am Ortsrand waren weitere Stationen der Reise. Ausgangspunkt für den Rundgang waren Festhalle, Grillstation, Feuerwehrstandort und Minigolfanlage. Mit viel Eigenleistung hatten die Einwohner Platz und Gebäude bis 2009 auf Vordermann gebracht. Die Koordination hatte der „Arbeitskreis Dorferneuerung“ übernommen.

Der Arbeitskreis „Unser Dorf hat Zukunft“ trifft sich am 7. April um 20 Uhr in der Festhalle.

Mehr lesen Sie in der WLZ/FZ vom Donnerstag, 24. März

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