Breites Angebot an Leckereien und Schnäppchen

Street Food Festival und Sternstunden: Viel los in Korbacher Fußgängerzone

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Haben schnell ihre Leckerei gefunden: Björn, Maxim und Johannes Herrendorf genießen Kartoffelspiralen und frisch zubereitete Chips.

Korbach. Häppchen und Schnäppchen boten in Korbach die Sternstunden samt "Street Food Festival". Dem Wetter zum Trotz zeigte die ausrichtende Hanse sich zufrieden.

Eine kulinarische Weltreise zwischen Norwegen, Indonesien und Kenia konnten die Besucher des mit den Sternstunden verbundenen „Street Food Festivals“ am Wochenende erleben: Mehr als 20 Stände und Trucks hielten Leckereien bereit. An drei Tagen testete die WLZ-Redaktion das Angebot.

Dadurch, dass Allerheiligen auf einen Freitag fiel, wurde das Fest auf drei Tage ausgeweitet. Den Feiertag in NRW nutzen traditionell viele Nachbarn für einen Abstecher – einstellige Temperaturen dämpften den Besucherandrang zumindest mittags.

Gebratenes Fleisch steigt den Gästen zuerst in die Nase, aber auch fleischlos gibt es viel zu entdecken. In einem Food-Truck werden vegane Nuggets, Döner und Burger angeboten – und letztere probiert: Der Saitan-Brätling ist schön saftig, ein bisschen mehr Würze könnte er vertragen. 

Zeit für etwas ungewöhnliches: Viele Besucher halten am „Dr. Bob“-Stand inne, der Heuschrecken anbietet. Es stellt sich heraus: Gebratene Heuschrecken schmecken ganz leicht nussig, von der Konsistenz sind sie eine nicht unangenehm auffallende Knabberei. Die Mehlwürmer mit Meersalz und Limette klingen reizvoll, brauchen aber mehr Überwindung.

Alpenländischen Käse und Wurst von Elch und Biber bot Jürgen Marek zum Probieren an - mit den Verkäufen war er zufrieden.

Ein wiederkehrender Anbieter ist Jürgen Marek: Er bietet schön intensiven Käse ebenso an wie Schinken und Salami etwa von Elch, Strauß und Biber. An diesem Stand wird sich Zeit für Beratung und Probieren gelassen. Am Ende des Wochenendes zeigt er sich zufrieden.

Samstag ist es wärmer – Zeit für eine zweite Runde. Ein regionaler Food-Truck wird angesteuert, der von Hannes Skirde aus Marsberg. Zwischen gewaltigen „Dubbel-Beef“-Burgern steht auch ein Wildburger auf der Karte – mit 60 Prozent Känguru. Zusammen mit der Mango-Soße erweist sich das als frische, saftige Kombination.

Kenianische Küche ist nicht aller Tage zu haben – zum Glück sind die sechs Gerichte auch kombiniert erhältlich: Mangold, rote Bohnen und Hähnchen schmecken, ebenso Krokodil, Kamel und Zebra. Das ungewohnte Fleisch ist nah dran an Hähnchen beziehungsweise Rind, aber mit eigener Note. Wie gut der Stand besucht wird? „Es geht – aber das liegt vielleicht auch am Wetter“, sagt Verkäuferin Mary.

Theresi, Mangret und Mary brachten Besuchern die kenianische Küche näher - sie hätten sich etwas mehr Kunden gewünscht, aber das Wetter war nicht ideal.

Zum verkaufsoffenen Sonntag füllt sich die Fußgängerzone. Als Mittagessen wird am indonesischen Stand Bakmi Goreng gewählt, gebratene Nudeln samt Hähnchenspießen in angenehm sämiger Erdnusssoße. Gut ist der Stand auch für Kleinigkeiten und vegetarisches.

Bleibt noch, sich nach einen kinder- und familienfreundlichen Snack umzusehen: Miniburger, Süßkartoffel-Pommes und die Stände heimischer Fleischer bieten da viel, probiert wird eine Kartoffelspirale. Die Soßenauswahl vervollständigt diese, macht sie aber auch etwas schwierig zu essen. Doch auch ohne sind viele kleine und große Gäste zu sehen, die sie genießen.

Fazit: Die Anzahl an Ständen scheint gesunken zu sein, doch selbst der Besuch eines Bruchteils bietet eine vielfältige Auswahl – und dabei sind süße Leckereien von iberischen Churros bis zu niederländischen Poffertjes noch nicht berücksichtigt.

Korbacher Hanse ist mit den Sternstunden zufrieden

„Wir sind sehr zufrieden“, zieht Hanse-Vorsitzender Jürgen Tent Bilanz: Die Einzelhändler konnten demnach durchweg gute Umsätze verbuchen, ob durch die hohe besucherfrequenz oder das auf Saisonware aufmerksam machende Wetter. Das Wetter hätte zwar besser sein können, aber die Besucherzahl sei auch für die Standbetreiber zufriedenstellend gewesen. Selbst der kalte Freitag haben im Laufe des Tages noch Fahrt aufgenommen. 

Die Zahl der Stände sei ein wenig gesunken, weil zwei Betreiber kurzfristig absagten, aber sie befinde sich nah am Vorjahresniveau. Das Konzept, Sternstunden und „Street Food Festival“ zu kombinieren, habe sich bewährt: „Das werden wir wieder so machen.“

Fotos von Sternstunden und Street Food Festival in Korbach

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