Neuer Kreisbeauftragter für Posaunenchöre im Kreis Eisenberg

„Stets eine Herzensangelegenheit“

Diemelsee-Adorf - Während eines Gottesdienstes in der Sankt Johanniskirche Adorf verabschiedete am Samstagabend der Landesposaunenwart der evangelischen Kirche Kurhessen-Waldeck, Andreas Jahn, den bisherigen Kreisposaunenbeauftragten des Posaunenchor-Zusammenschlusses Eisenberg, Dirk Weber, und stellte der Gemeinde Fabian Küthe als dessen Nachfolger vor.

Festliche Posaunenmusik umrahmte die Veranstaltung, und nach der von Pfarrer Sascha Biehn-Tirre gehaltenen Predigt dankte Jahn Dirk Weber für seinen engagierten Einsatz während der vergangenen neun Jahre. Webers Stellvertreter, Olav Stadler, war aus gesundheitlichen Gründen nicht anwesend. Als neugewählten Kreisposaunenbeauftragten und Nachfolger Webers benannte Jahn den 22-jährigen Adorfer Fabian Küthe sowie seinen gleichaltrigen Stellvertreter, Christian Kiepe. Jahn begrüßte, dass hier nun zwei junge Männer, die er bereits seit deren Kindheit kenne, wesentliche Aufgaben übernähmen. Zu Webers Aufgaben hatte unter anderem gehört, die Zusammenarbeit der zehn Posaunenchöre des Kreises Eisenberg zu koordinieren, verdiente langjährige Vereinsmitglieder zu ehren, sowie Posaunenchören zu Jubiläen zu gratulieren. Aus diesem Anlass überreichte der 46-jährige gelernte Bäcker gerne einen jungen Eichenbaum. Auch das Ständchen zur Verabschiedung von Dekan Bernd Böttner und das Begrüßungsständchen für Dekanin Brinke-Kriebel hatte er seinerzeit erfolgreich organisiert. „Die Arbeit als Posaunenbeauftragter ist mir stets eine Herzensangelegenheit gewesen“, so Weber, aber: „Neun Jahre, das ist dann genug“. Fabian Küthe hält schon seit mehr als zehn Jahren Kontakt mit Andreas Jahn und dem Posaunenwerk: Nachdem er zunächst an einer Jungbläserfreizeit unter Jahns Leitung teilgenommen hatte, absolvierte er bereits mit 15 Jahren auf dessen Anregung hin eine Chorleiterausbildung, die er als bester seines Jahrgangs abschloss. Im Alter von nur 17 Jahren übernahm er die Leitung des Posaunenchors Sudeck, vor zwei Jahren außerdem die Leitung des Posaunenchors Berndorf. „Ein Posaunenchor ist eine starke Gemeinschaft, in der sich mehrere Generationen zusammenfinden“, so Küthe. Es mache besonderen Spaß, eine solche Gruppe über die Musik „zusammen zu binden“. Hauptberuflich ist Küthe gelernter Verfahrenstechniker und wird ab Herbst in einem dualen Studiengang Maschinenbau studieren, außerdem engagiert er sich in seiner Freizeit als aktiver Motocross-Fahrer. Stellvertreter Christian Kiepe hat ebenfalls bereits als Jugendlicher die Ausbildung zum Chorleiter absolviert. Er leitet den Korbacher Posaunenchor, beherrscht das Spielen einer Vielzahl von Blasinstrumenten und ist begeisterter Sänger. Der gelernte Bankkaufmann plant für die Zukunft ein Musikstudium.Landesposaunenwart Andreas Jahn befürwortet sehr, dass Küthe und Kiepe mit dieser ehrenamtlichen Tätigkeit bereits in jungen Jahren ein Stück Verantwortung übernehmen werden. Damit werden sie zudem auch der evangelischen Kirche verbunden bleiben – und das bedeute eindeutig einen Gewinn für die Kirche, die ja ansonsten Mitgliederschwund zu verzeichnen habe. „Kinder, die durch die Kirche eine musikalische Ausbildung erfahren“, so Jahn, „bleiben erfahrungsgemäß ein Leben lang kirchlich sozialisiert, das heißt, der Kirche gegenüber verbunden oder aber zumindest offen und aufgeschlossen.“

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