Korbacherin kritisiert kaputte Wege – Stadt kennt die Probleme und handelt

Stolperfallen auf dem Hauptfriedhof in Korbach

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Korbach – Birgit Schmidt ist oft auf dem Korbacher Hauptfriedhof. Seit einigen Jahren hilft sie zumeist älteren Menschen dabei, wenn diese die Gräber ihrer Angehörigen oder Freunde pflegen. „Viele sind leider nicht mehr so gut zu Fuß, da freuen sie sich, wenn ich sie unterstütze.“

So gern sich Birgit Schmidt für andere einsetzt, umso weniger kann sie verstehen, warum der Friedhof an einigen Stellen „schwer begehbar ist“. „Das ist vor allem bei den Urnengräbern der Fall“, sagt sie und zeigt auf Steinplatten, auf die Friedhofsbesucher zu den einzelnen Gräbern gelangen. „Einige sind schon seit längerer Zeit hochgekommen und deshalb echte Stolperfallen. Außerdem sind die Wege zu schmal, da kann niemand mit einem Rollator durch.“

Was darüber hinaus Schwierigkeiten bereite, sei stehendes Wasser. „Wenn es regnet, läuft das Wasser zumindest auf solchen Wegen nicht ab, auf denen sich kaum noch Splitt befindet und wo der Untergrund ziemlich hart geworden ist. Da will nach einem Regenguss keiner lang gehen“, sagt die Korbacherin. Sie freue sich ja darüber, dass die Stadtverwaltung an einigen Stellen alte Platten entfernt und eine neue, höhere Splitt-Schicht aufgetragen hat. „Doch es gibt immer noch viele Wege, auf denen das nicht der Fall ist“, sagt sie.

Was sie zudem ärgere, seien mit Moos bedeckte Bänke. „Die müssen auch mal wieder gereinigt werden, da möchte sich doch so niemand drauf setzen“, sagt Birgit Schmidt.

Urnengräber auf dem Hauptfriedhof: Der Korbacherin Birgit Schmidt sind die „Stolper-Platten“ und die nur noch mit wenig Splitt bedeckten Wege, auf denen sich bei Regen Wasser staut, ein Dorn im Auge. Sie wünscht sich, dass künftig alles so aussieht, wie auf dem Bild unten links. Die Stadt weist darauf hin, dass weitere Arbeiten anstehen. Fotos: Philipp Daum

„Für den Hauptfriedhof in Korbach sind alleine zwei Mitarbeiter des Bauhofs abgestellt, um diesen regelmäßig zu pflegen“, sagt Carsten Vahland, Leiter des Korbacher Ordnungsamtes. Jedoch könnten Arbeiten nicht immer sofort erledigt werden. „Wenn akut etwas zu tun ist – beispielsweise wenn ein Grab wegen darunter liegender alter Erdgräber stark abgesackt ist – reagieren wir unmittelbar.“ Es gebe aber Arbeiten, die über das ganze Jahr hinweg erledigt werden können.

„Was konkret die Zuwegung zu den Urnengräbern betrifft, haben wir dies in diesem Jahr auch auf dem Plan. Bis Ende dieses Monats ist dies erledigt“, betont Vahland und nennt Details. „Kaputten Steinplatten werden beseitigt. Die Wege werden mit Splitt aufgefüllt, sodass die Friedhofsbesucher gefahrlos zu den Gräbern kommen. Das hätten wir auch schon früher getan, allerdings war der Splitt, den wir an einigen Stellen schon aufgebracht hatten, plötzlich nicht mehr lieferbar.“

Der Leiter des Ordnungsamtes weist darauf hin, dass die genannten Arbeiten sowieso vorzugsweise im Herbst gemacht würden, weil dann die Vegetation zur Ruhe komme. „Und eines muss man an dieser Stelle auch sagen: Bei den neueren Urnengräbern auf unserem Hauptfriedhof ist die Zuwegung bereits deutlich breiter, damit man leichter zur Grabstelle kommt. So werden wir es auch in Zukunft handhaben.“

Was die mit Moos bedeckten Bänke angehe, sei dies ein Zustand, den man oft nicht verhindern könne. „Wir haben mehr als 100 Bänke auf dem Friedhof stehen und sorgen damit also auch für ausreichend Sitzmöglichkeiten zum Innehalten oder als Begegnungsstätte“, sagt Carsten Vahland. Viele Bänke stünden auch unter Bäumen, da würden diese schneller grüner als andere. „Das ist aber von Friedhofsbesuchern auch gewollt, weil die Bäume Schatten spenden. Generell sind unsere Mitarbeiter aber immer dabei, die Bänke in Schuss zu halten.“ Dies gehe angesichts der hohen Anzahl jedoch auch nicht immer sofort.

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