„In Frieden miteinander leben“ lautet das Motto

Straßenaktion in Korbacher Fußgängerzone zum Auftakt der Interkulturellen Woche

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Hoch lebe die Vielfalt: Bei der Straßenaktion konnten Schüler aus Korbach und Frankenberg kreativ sein und spielen.

Korbach. Menschen unterschiedlichen Alters, Geschlechts, unterschiedlicher Herkunft und Fähigkeiten leben gut zusammen: Wie das klappt, zeigten etliche Schüler, Erwachsene und Passanten zum Auftakt der „Interkulturellen Woche“.

„In Frieden miteinander leben“ lautete das Motto der Straßenaktion in Korbach, zu der das Projekt „Migration, Integration, Teilhabe“ (MIT) eingeladen hatte. Jeder kann mitmachen, jeder nach seinen Fähigkeiten. Diese offene Herangehensweise hat es am Donnerstag möglich gemacht, dass viele Menschen gemeinsam etwas auf die Beine stellten: Bei der Straßenaktion sind bunte Taschen, T-Shirts und Fahnen entstanden.

Vielfalt und Toleranz waren auch in den Gesprächen und Spielen dort zu spüren. Wer bist du, was kannst du, wo kommst du her – solche Fragen spielten keine Rolle. „Viele haben Angst vor Zugezogenen“, sagte Ursula Müller, Koordinatorin des Netzwerks für Toleranz Waldeck-Frankenberg. „Wer aber mit anderen ins Gespräch kommt, stellt fest, dass sie Menschen sind wie du und ich.“

Die Veranstaltung sollte zeigen, dass friedliches Miteinander möglich ist und dass Vielfalt verbindet, erklärte Müller. Während der Straßenaktion wollten die Ausrichter auch Passanten ansprechen, mit dem Ziel, Vorurteile gegenüber Menschen mit Migrationshintergrund abzubauen. „Das geht am besten über die emotionale Ebene.“ Argumente wollten fremdenfeindliche Menschen oft nicht hören.

Verschieden ist normal

„Es ist normal, verschieden zu sein“, lautete es auf einem der bunten Kartons rund um den Veranstaltungsort am Berndorfer Tor. Einige Schulklassen nahmen daran teil. So auch 41 Kinder der Berliner Schule, wo etwa 70 Prozent einen Migrationsanteil haben, was die Schulsozialarbeiterin Silvia Mehring-Stummer erwähnte. „Wir möchten, dass alle Kinder integriert werden“, sagte sie. 

Dabei waren auch Fünftklässler der Schule am Enser Tor mit Klassenlehrerin Britta Kleine. Beim Malen durfte sich jeder frei entfalten.

Die interkulturelle Woche soll für das Thema „In Frieden miteinander leben“ sensibilisieren.

Bis Oktober sind weitere Veranstaltungen geplant, darunter am Sonntag, 23. September, um 13 Uhr ein ökumenischer Gottesdienst in der Nikolaikirche.

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