Korbach

Streifzug durch die alte Hansestadt

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- Korbach (lb). Seit 2001 ein Bestseller: „Meine Stadt“ – Hans Osterholds Streifzug durch die Geschichte Korbachs – ist jetzt in vierter Auflage erschienen.

An 44 Stellen hat Osterhold sein Buch überarbeitet, viele neue Fotos sind hinzugekommen. „Es hat sich ja in den vergangenen Jahren einiges verändert“, sagt der 84-jährige Heimatforscher und nennt das Enser Tor, das wiederaufgebaut werden soll, und die neue Orgel in der Kilianskirche als Beispiele.

Sozusagen als Stadtführung in Buchform geleitet Osterholds 135-seitiges, reichbebildertes Werk nunmehr in vierter Auflage Korbacher und Besucher durch die alte Hansestadt: Alte Bauten – vom 1377 erbauten Rathaus über die Patrizierhäuser in der Pforte bis hin zum Wahrzeichen der Korbacher Altstadt, der Kilianskirche – lassen die Historie lebendig werden. Für Osterhold sind sie keinesfalls stumme Zeugen der Geschichte, sondern äußerst beredt: „Ob Kirchen, Türme, Mauern oder Häuser, sie alle könnten viel und interessant erzählen aus der Zeit ihrer Entstehung, über ihr Schicksal im Verlauf der Jahre oder Jahrhunderte und vor allem auch über die vielen Menschen, die in ihnen wohnten, oder mit denen sie sonst zu tun hatten“, schreibt er im Vorwort.

Zahlreiche Anekdoten – etwa vom bösen Geist, der als schwarzes Schwein im Spukhaus sein Unwesen trieb – machen aus dem Streifzug durch die Geschichte eine unterhaltsame Lektüre. Osterhold rückt immer wieder die Bewohner in den Mittelpunkt, wie den „gelehrten Diplomaten“ Christian Carl Josias Bunsen, zeigt eine überraschende Verbindung von Korbach und Paris auf, die in einer Inschrift auf einem Grabstein ihren Niederschlag gefunden hat oder singt der guten alten Schiefertafel ein Loblied, auf der Generationen von Schülern das Schreiben lernten. Und – wo es die Quellenlage hergibt – zeichnet er die Besitzverhältnisse der Gebäude bis zum heutigen Tag nach.„Meine Stadt. Korbacher Bauten erzählen Stadtgeschichte“ von Hans Osterhold ist für 9,50 Euro im Korbacher Buchhandel und im Bürgerbüro erhältlich.

Mehr lesen Sie in der WLZ vom Mittwoch, 18. Mai

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